Motorradbekleidung und Schutzausrüstung

Als Schutzausrüstung bezeichnet man im Motorradsport und im öffentlichen Straßenverkehr die Schutzkleidung für Fahrer von und Mitfahrer auf motorisierten Zweirädern (Kleinkraft-, Leichtkraft- und Motorrädern, im folgenden kurz „Motorradfahrer“). Offizielle Bezeichnung: “Persönliche Schutzausrüstung (PSA)”. Sie hat die primäre Aufgabe, den Motorradfahrer vor den negativen Folgen eines Sturzes zu schützen bzw. diese zu vermindern. Moderne Schutzkleidung erhöht aber auch die Sichtbarkeit von Motorradfahrern im Verkehr und den Fahrkomfort, indem sie vor Wettereinflüssen schützt, z. B. der Auskühlung durch den Fahrtwind (Windchill), insbesondere an exponierten Stellen wie z. B. den Knien. Neben den Sicherheitsaspekten, die im Vordergrund stehen, bietet z. B. eine Motorradhose mit Knieprotektoren in dieser Hinsicht wesentlich mehr Komfort als eine einfache Lederjeans.

Die wichtigsten Bestandteile der Schutzbekleidung für den Motorradfahrer sind: Handschuhe, Stiefel, Protektorenkombi (eine Art Overall) oder Jacke nebst Hose mit Protektoren, idealerweise durch einen Reißverschluss miteinander verbunden, Motorradhelm, Nierengurt., Handschuhe sind unerlässlich, da es ein normaler Reflex des Menschen ist, sich bei einem Sturz mit den Armen und Händen abzufangen. Daher können schon bei Stürzen mit niedrigsten Geschwindigkeiten schwere Handverletzungen die Folge sein, wenn keine Handschuhe getragen werden. Handschuhe mit speziellen Protektoren aus Karbonfaser oder Stahl sind ein sinnvoller Schutz, wenn das Motorrad bei einem Lowsider (Wegrutschen zur Seite) auf die kurveninnere Hand fällt. Fingerlose Handschuhe oder so genannte “Chopperhandschuhe”, die lediglich aus dünnem Leder bestehen und die Fingerknöchel nicht bedecken, sind zum Motorrad fahren nicht geeignet.
Stiefel (im Idealfall wasserdicht) sollten mit einer robusten Stahl- oder Kunststoffverstärkung versehen sein, um den Fuß bei einem Sturz optimal zu schützen. Insbesondere schwerste Verletzungen können entstehen, wenn – z. B. beim seitlichen Wegrutschen des Motorrads in einer Kurve – der Fuß zwischen Motorrad und Straße eingeklemmt wird und auf diese Weise vom Gewicht der rutschenden Maschine angedrückt mit dieser meterweit über den Asphalt gerieben wird. Auch kann durch das Rutschen des Fahrers unter die Leitplanke durch deren Träger Füße oder Unterschenkel abgetrennt werden, was durch das tragen hoher Stiefel vermieden werden kann. Kniehohe Stiefel haben außerdem den Vorteil, dass sie an den Knieprotektor anschließen und das Schienbein komplett bedecken. Solche Stiefel sollten über ausreichende Einstellmöglichkeiten verfügen, z. B. neben einem Reißverschluss eine Schnürung oder Schnallen besitzen. Auch kniehohe Stiefel gibt es in bequemer, für Tourenfahrer geeigneten Ausführungen. Das Tragen schützender Stiefel, die mindestens über den Knöchel reichen sollten, ist integraler Bestandteil der Schutzbekleidung von Motorradfahrern. Springerstiefel, Chopper-, Western- und so genannte Engineer-Boots sind zum Motorrad fahren genauso wenig geeignet wie Turnschuhe.
Die Protektorenkombi bzw. die Jacke nebst Hose haben neben ihrer Schutzfunktion im Falle eines Sturzes auch die wichtige Aufgabe, den Zweiradfahrer warm zu halten. Ein unterkühlter Fahrer ist unkonzentriert und macht Fehler. Die Kleidung darf aber im Sommer auch nicht zu heiß sein, weil ein überhitzter Fahrer ebenfalls in seiner Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt ist. Bewährt haben sich hier Leder- oder Textilbekleidung (z. B. Cordura (eingetragenes Warenzeichen der Firma DuPont) oder andere Textilgewebe mit mindestens 500 D) welche mit einer Klimamembran versehen sind. Diese Klimamembranen (z. B. Gore-Tex, Sympatex, etc.) lassen den Schweiß des Fahrers in Form von Dampf nach außen (auch als Atmungsaktivität bezeichnet), machen die Kleidung wasserdicht und sind windundurchlässig.

Im Falle eines Sturzes muss das Obermaterial der Kleidung extrem abriebfest sein, um den Fahrer auch bei längerem Rutschen über den Asphalt bei hoher Geschwindigkeit schützen zu können. Hier ist Leder widerstandsfähiger als die meisten Textilgewebe. Insbesondere Känguruleder ist im Vergleich mit dem günstigeren Rinderleder extrem abriebfest, obwohl es unbehandelt empfindlicher gegenüber Nässe ist. Leder wird auch hydrophobiert angeboten. Es ist dann so behandelt, dass es sich nicht mehr mit Wasser vollsaugen kann, sondern dieses an der Oberfläche abperlt. So ein behandeltes oder imprägniertes Leder wird im nassen Zustand nicht durch den Fahrtwind kalt und es hat eine längere Lebensdauer. Die Nähte der Kleidung sind eine Schwachstelle beim Sturz, da die Fäden leicht durchgescheuert werden können. Verdeckte Nähte, sogenannte Sicherheitsnähte, sind hier daher vorzuziehen.

Die Kleidung sollte unbedingt an Schultern, Ellenbogen/Unterarm und Knien/Schienbein sowie an den Hüften Protektoren nach EN 1621-1 und am Rücken mit Protektoren nach EN 1621-2 ausgerüstet sein. Einfachere Protektoren aus viskoelastischem Schaum erfüllen die höheren Anforderungen nicht und bieten keinen optimalen Schutz. Protektoren sind der Körperform angepasste aus beweglichen Segmenten bestehende Kunststoffplatten, welche im Falle eines Sturzes den Aufprall an den besonders gefährdeten Körperstellen dämpfen, indem sie kinetische Energie aufnehmen und z. B. in Wärme oder Verformung umsetzen. Sie sind zusätzlich mit einer abriebfesten Oberfläche versehen und können fest in der Kleidung integriert, in speziellen Innentaschen oder nachträglich in der Kleidung befestigt sein. Neben in die Jacke eingelegten Rückenprotektoren gibt es diese auch separat, meist in Verbindung mit einem Nierengurt. Die Schutzwirkung dieser Variante ist größer, weil der Protektor vom Hals bis zum Steißbein reichen kann. Das Tragen eines separaten Rückenprotektors ist deshalb empfehlenswert. Nach einem Unfall sollten Protektoren grundsätzlich nicht mehr weiterverwendet werden, da sie sich verformt haben und bei einem erneuten Unfall nur noch eine verminderte Dämpfungswirkung haben. Sofern nicht eine einteilige Kombi getragen wird, sollten Hose und Jacke miteinander durch einen Reißverschluss verbunden werden. Dies reduziert zum einen die Zugluft, zum anderen verhindert dieser, dass im Falle eines Sturzes die Jacke verrutscht und ihre Schutzfunktion nicht mehr optimal erfüllen kann. Protektorenkombis gibt es neben dem klassischen Schwarz heute in auffälligen Farben bzw. mit entsprechenden Farbapplikationen (z. B. neon-gelb oder -orange), denen man den Vorzug geben sollte. Zusätzliche Reflexbiesen erhöhen die Erkennbarkeit von Motorradfahrern insbesondere bei schlechtem Wetter oder nachts. Normale Straßenkleidung, Armee-Bekleidung, Arbeitsbekleidung oder z. B. “Bomberjacken” sind zum Motorrad fahren nicht geeignet. Der Motorradhelm muss nach der StVO zum Motorrad fahren “geeignet” sein und sollte nach der neuesten Norm, ECE 22-05, zertifiziert sein, um optimalen Schutz bieten zu können. Von nicht zertifizierten Helmen (z. B. Braincaps) ist aus Gründen der Sicherheit dringend abzuraten. Das gilt auch für Stahlhelme, Importware, Einsatzhelme usw.
Es empfiehlt sich meistens, den integrierten Rückenprotektor der Jacke zu entfernen und durch einen separat getragenen zu ersetzen. Die in die Jacken “eingebauten” Protektoren sind in der Regel viel zu kurz. Ein separater Rückenprotektor ist von der Länge her so zu wählen, dass er das Steißbein noch mit abdeckt (er wird dazu hinten in die Hose gesteckt), aber beim Sitzen auf der Sitzbank in normaler Fahrhaltung nicht aufsteht. Einige Hersteller bieten Modelle gleicher Konfektionsgröpe (S, M, L), aber mit unterschiedlichen Längen an. Idealerweise ist im separaten Rückenprotektor ein Nierengurt integriert. Rückenprotektoren sind ein wesentlicher Bestandteil moderner Schutzausrüstung, unabhängig davon, ob ein Leichtkraftrad oder eine schwere Maschine gefahren wird: damit kann eine Querschnittlähmung durch Wirbelsäulenverletzungen bei Motorradunfällen vermieden werden. 32% aller Querschnittslähmungen stammen von Verkehrsunfällen.

Bei Safety-Jackets handelt es sich um eine Unterziehjacke, meist aus luftigem Mesh-Material, die mit Protektoren bestückt ist, z. B. Oberarm-, Ellbogen- und Rückenprotektor. Wesentlicher Vorteil ist, dass die Protektoren mit Klettriegeln körpernah fixiert werden können, unabhängig von der Oberkleidung, was insbesondere beim Tragen weiter geschnittenen textiler Bekleidung einen erheblichen Sicherheitsgewinn bedeuten kann, da sich dort die “eingebauten” Protektoren oft zu stark verschieben lassen, man entfernt sie beim Tragen der Saftey-Jacke dann. Manche Jacken können durch Reißverschlüsse auch in Westen verwandelt werden oder der Rückenprotektor lässt sich alleine tragen, z. B. in der Lederkombi. Safety-Jackets gehören heute mit zu den flexibelsten Teilen der persönlichen Schutzausrüstung. Mit Safety-Jackets kann auch ältere Motorradkleidung ohne Protektoren zur Sicherheitskleidung aufgerüstet werden. Schließlich ist es mit ihnen möglich, in “klassischem” Outfit Motorrad zu fahren (Oldtimer, klassische Highway- oder Chopperjacken) und fast die Sicherheit von Protektorenkombis zu erreichen. Dazu wird das klassische Bekleidungsstück, das allerdings von motorrad-tauglicher Qualität sein muss, eine Nummer größer gewählt und darunter das Safety-Jacket getragen. Safety-Jackets sind auch mit zusätzlichem Brust- und Rippenschutz erhältlich. Auch diese Schutzelemente sind für den Straßenfahrer heute zu empfehlen, da sie kaum noch auftragen. Ein Safety-Jacket für Straßenfahrer sollte mit einen Mittelreißverschluss, nicht mit einem asymmetrischen Reißverschluss, ausgestattet sein, dies erleichtert in der Praxis das “Handling”, wenn nicht gefahren wird.

Ähnlich wie Safety-Jackets gibt es auch Unterzieh-Shorts und Unterhosen mit Protektoren (Hüfte, Steißbein, Oberschenkel, in der langen Ausführung auch Knie- und Schienbeinprotektoren). Sie sind aber bisher weit weniger verbreitet als der Oberkörperschutz. Anzumerken ist noch, dass zu den Rückenprotektoren, Safety-Jackets usw. immer, auch bei hohen Temperaturen, eine geeignete Oberkleidung / Überkleidung zu tragen ist.

Im Rennsport dienen Rückenhöcker auch dazu, die Aerodynamik zu verbessern. Ihre Hauptaufgabe ist, wie bei Straßenfahrern, das Genick bei einem Unfall vor Überstreckung und Verletzung zu schützen. Der Rückenhöcker kann relativ klein sein (im Bereich des Nackens) oder über fast den gesamten Rücken reichen. Eine relativ junge Entwicklung ist der Genickschutz. Es handelt sich entweder um Halskrausen, die unterhalb des Helms in der Höhe des Jackenkragens getragen werden oder um Schutzplatten, die z. B. am Kragen von Safety-Jackets befestigt werden können. Einige Ausführungen werden über den Kopf gestülpt und verfügen über Brust- und Rückenplatten zur Fixierung. Ein solcher Genickschutz kann zusammen mit einem Rückenhöcker die Gefahr von Verletzungen an den empfindlichen Nackenwirbeln wesentlich verringern, die Entwicklung ist aber noch im Gange.

Die Motorradkleidung kann mit Reflektoren in Form von Hüftgurten, Arm- und Beinbändern usw. ausgerüstet werden. Dies ist insbesondere sinnvoll, wenn die Kleidung keine reflektierenden Einsätze besitzt oder von dunkler Farbe ist. Vor allem bei schlechtem Wetter und in der Nacht sind Motorradfahrer dadurch besser sichtbar. Das Tragen einer EN-Warnweste wird zu diesem Zweck dagegen (solange kein Unfall vorliegt) nicht empfohlen, weil dadurch auf längere Sicht die eigentlich Signalwirkung - besondere Gefahrensituation - nicht mehr gegeben wäre.
Protektorenkombi (oder Jacke und Hose mit Protektoren), Stiefel, Handschuhe, Nierengurt.

Zu empfehlen ist ein separater, langer Rückenprotektor und ggf. das Nachrüsten von Hüftprotektoren.

Ob es sich um Textil- oder Lederbekleidung handelt, sollte vom hauptsächlichen Einsatzzweck abhängig gemacht werden. Wer z. B. in die Schule fährt, wird textile Bekleidung dort oft als bequemer und leichter empfinden. Ebenso macht die Anschaffung einer Lederkombi trotz der im allgemeinen besseren Schutzwirkung keinen Sinn, wenn der Träger eine Abneigung gegen das Material hat, sie wird dann im Schrank hängen bleiben.

Die Wahl der Schutzkleidung sollte jedoch weitgehend unabhängig von der gefahrenen Maschine getroffen werden. Es ist völlig unsinnig, z. B. auf einem Leichtkraftrad oder einer 125-er auf Schutzkleidung zu verzichten, weil man nur eine “kleine” Maschine fährt. Nicht nur das Tragen kompletter Schutzausrüstung wird hier mittlerweile erwartet. Auch auf dem Leichtkraftrad ist man mit einer Protektorenkombi nicht deplaziert. Ansonsten wählen sportliche Fahrer eher einteilige Kombis, Tourenfahrer eher zweigeteilte Kombis oder eine Jacken-/Hosenkombination. Auch Chopperfahrer tragen mittlerweile Kombis, wenn auch in gedeckten Farben, Reflektoren können das Minus an Sichtbarkeit ausgleichen. Alternativ kann auch das Tragen “klassischer” Kleidung angehen, wenn sie mit entsprechenenden Protektoren ausgerüstet werden. Man hat also durchaus die Wahl, solange die Sicherheitsaspekte im Vordergrund stehen. Auch Beifahrer haben einen Anspruch auf komplette Schutzkleidung (ev. im Bekanntenkreis ausleihen).

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzausr%C3%BCstung_(Motorradsport) (Stand: 18.12.2008)

Badenbekleidung - Bademode

Als Badebekleidung bezeichnet man Kleidungsstücke, die zum Schwimmen bzw. Baden entworfen und getragen werden.
Bis zum frühen 19. Jahrhundert wurde nur nach Geschlechtern getrennt gebadet. Das Bad im Meer als Freizeitvergnügen fand, ähnlich wie die meisten Breitensportarten, erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts allgemeine Verbreitung. Durch die Schwierigkeit, im Wasser die Geschlechter voneinander getrennt zu halten, wurde Badebekleidung nun erstmals überhaupt nötig.

Die frühen Badeanzüge bestanden aus Woll- oder Baumwollstoff oder Trikot, der im nassen Zustand schwer ist und nur langsam trocknet. Der Stoff besteht daher heute meistens aus Nylon.
Obwohl sie bei Frauen öfter anzutreffen sind, werden Badekappen sowohl von Männern als auch Frauen getragen. Dies ist zum einen auf die frisurschützende Funktion einer Bademütze und zum anderem auf die in wenigen Bädern noch immer vorherrschende Pflicht zum Tragen einer solchen Kopfbedeckung zurückzuführen. Während Männer bei Schwimmwettbewerben oft mit rasiertem Schädel antreten, verwenden Frauen ebenfalls eng anliegende Badekappen.

Badeschuhe, meist in Form von Sandalen, dienen im Schwimmbad als Schutz vor Fußpilzerkrankungen, am steinigen Strand hingegen eher der Vorbeugung vor Fußverletzungen. Hier werden sie oft auch während des Schwimmens anbehalten.

Badebekleidung für Frauen: Ganzkörperbedeckung war zu Beginn des öffentlichen Badebetriebes für Frauen und Mädchen Pflicht. Erst nach und nach wurde das Zeigen von Bein toleriert. Des Öfteren mussten Damen wegen zu schwerer Badekleidung gerettet werden.

Zu Anfang des 19. Jahrhunderts gab es in den Städten geschlossene Badeanstalten für Frauen. Gebadet wurde hier in der Unterkleidung: einem „Beinkleid“, der Frühform der weiblichen Unterhose, einem Leibchen und mit Strümpfen. Um 1850 gab es erste „Badekleider“ aus Perkal, Flanell oder Serge. Darunter wurde das „Beinkleid“ getragen. Etwa 1880 wurden die Badekleider kürzer. 1903 gab es dann die ersten Badeanzüge aus Woll- und Baumwolltrikot, eingeführt durch die amerikanische Schwimmerin Annette Kellerman. Diese Einteiler wurden jedoch erst in den 20er Jahren wirklich populär. In vielen Badenanstalten mussten die Frauen darüber jedoch noch einen Rock tragen, damit nicht zuviel Bein zu sehen war. Ab 1928 durfte beim Baden etwas mehr Haut gezeigt werden; in den USA gab es die ersten zweiteiligen Badeanzüge, bestehend aus Pumphose und hemdartigem Oberteil.

Schon 1926 waren bei einer Modenschau in Berlin Badeanzüge für Frauen gezeigt worden, die für damalige Verhältnisse sehr freizügig waren. Konservativen Kreisen war die neue Bademode allerdings ein Dorn im Auge; sie sah die Moral in Gefahr. Und so griff die Regierung 1932 mit dem so genannten Zwickelerlass ein, der festlegte, welche Teile des Körpers beim Baden zu verhüllen waren.

Typische Badebekleidung für Frauen des 20. Jahrhunderts ist ein Badeanzug (einteilig) und seit den 1950er Jahren ein Bikini (zweiteilig). Statt Woll- oder Baumwollstoff wurde nun Nylon verarbeitet. In der heutigen Zeit gibt es Badeanzüge und Bikinis nicht nur in den unterschiedlichsten Farben, sondern auch ihr Aussehen und die Form des Zuschnitts kann sehr variieren. Zudem gewinnt eine Bikiniart aus Brasilien bei Frauen, die ihre Figur betonen wollen, zunehmend an Beliebtheit: der String-Bikini. Hier wird die Hose durch einen Stringtanga ersetzt.

Stringbikini
Frau in BadeanzugBadeanzüge sind am Urlaubsstrand unter nord- und mitteleuropäischen Frauen eher rückläufig, werden jedoch wegen des Vorteils, dass die Haut größtenteils verdeckt wird, unter Sonnenschutzgesichtspunkten auch teilweise wieder gerne getragen. Außerdem lässt sich damit die Figur formen. Ältere Frauen tragen den Anzug oft noch aus moralischen Gründen. Bei Schwimmwettbewerben werden spezielle Ganzkörperbadeanzüge bevorzugt, die eine bessere Wasserschlüpfrigkeit garantieren.

In den letzten Jahren haben sich in der Bademode gegenläufige Entwicklungen abgezeichnet. Zum einen setzten sich zunehmend knappere Bikiniformen durch. Nachdem Tanga- und Stringbikini vor allem in den USA und Lateinamerika Popularität erlangten, zeichnet sich mit dem Microkini oder auch Fio Dental aus Brasilien kommend ein neuer Trend sowie der nächste Schritt zur Verringerung des Textilanteils ab.

In islamischen Ländern gibt es mittlerweile auch Badeanzüge, so genannte Haschema oder sportlichere Burqini, die den Körper der Frauen ausreichend verhüllen, so wie es die religiösen Vorschriften verlangen.

Badebekleidung für Männer:
Männer nutzen meist Badehosen, obwohl es durchaus auch Badeanzüge für Männer gibt und gab. Die Badehose hat sich der Bequemlichkeit wegen durchgesetzt. Bis ins 19. Jahrhundert war Badekleidung für Männer jedoch gar kein Thema. Männer badeten in separaten Badeanstalten nackt oder in Unterwäsche. Um 1900 kamen einteilige Badeanzüge mit kurzen Beinen aus gestreiftem Trikot auf. In den 1920er Jahren traten dann sehr knappe Badehosen für Männer auf, so genannte Dreiecksbadehosen, die vielfach als skandalös betrachtet wurden. Der Badestring findet seit Ende der 1990er Jahre immer mehr Verbreitung.

In den USA wurden in den 30er Jahren die ersten Badehosen mit Gürtel getragen. Mitte der 1950er Jahre wurden in den USA sehr kurze, eng anliegende Badehosen populär. In den letzten Jahrzehnten haben sich bei Männern Badeshorts (auch trunks genannt) durchgesetzt. Diese stammen ursprünglich aus der Surfkultur und wurden bei der Ausübung dieses Sports getragen.

Vor allem Wettkampf- und Profischwimmer nutzen auch einteilige Ganzkörperbadeanzüge, die aufgrund ihrer glatten Oberfläche den Wasserwiderstand vermindern und damit die Schwimmgeschwindigkeit erhöhen können, was bei Wettbewerben den Sieg bedeuten kann. Diese Anzüge sind jedoch selten aus reinem Nylon, sondern beinhalten meistens auch den Kunststoff Neopren, da die Oberfläche bei diesem Stoff noch geringeren Widerstand ermöglicht.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bademode (Stand: 18.12.2008)

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Warum Männer oft eine Krawatte tragen

Viele Männer tragenfast täglich einen Anzug und dazu eine Krawatte. Sie fühlen sich mit einer Krawatte erst richtig angezogen. Auch wenn heute weitgehend lockere und legere Kleidung bevorzugt wird, so ist es trotzdem die Krawatte immer noch ein Attribut eines korrekt gekleideten Mannes und das wchon seit etwa hundert Jahren. Dabei wurden die Form, das Material und die Farbe der Krawatte immer von der wechselnden Mode mitbestimmt.

In manchen Firmen und Büros tragen Männer einen Anzug und dazu eine Krawatte. Es gibt aber auch viele weitere Anlässe, für die man sich festlich bekleidet und eine Krawatte oder eine Fliege trägt.

Die verschiedensten Arten einer Uniform

Nicht nur Polizisten tragen eine Uniform. Auch andere Berufsgruppen, wie z.B. der Feuerwehrmann oder der Soldat tragen Uniformen im klassischem Sinne. Manche Leute tragen eine Spezialuniform, wie z.B. der Schweißer oder ein Astronaut. Eiune Uniform als Schutzbekleidung oder zur besonderen Kennzeichnung bestimmter Gruppenoder Berufe ist in fast allen Ländern der Welt üblich und bekannt. Das Aussehen der Unfiform kann sehr unterschiedlich sein, sie varriiert im Material und den Schnitten. Auch Sportler tragen eine Art von “Uniform”.

Definition von Mode

Mode (v. französ.: mode; aus lat.: modus Art) bezeichnet die in einem bestimmten Zeitraum und einer bestimmten Gruppe von Menschen als zeitgemäß geltende Art, bestimmte Dinge zu tun, Dinge zu benutzen oder anzuschaffen, sofern diese Art, etwas zu tun, nicht von großer Dauer ist, sondern im Verlauf der Zeit infolge gesellschaftlicher Prozesse immer wieder durch neue - dann als zeitgemäß geltende - Arten revidiert wird, sofern sie also zyklischem Wandel unterliegt.
Mit Moden werden also in der Regel eher kurzfristige Äußerungen des Zeitgeistes assoziiert. Vergleichsweise längerfristige Äußerungen des Zeitgeistes, die sich über mehrere Modewellen hinweg in positiver Bewertung halten können, gelten nicht als Mode, sondern als Klassiker.
Jede neue Mode etabliert neue Verhaltens-, Denk- und Gestaltmuster, entweder als neue Optionen (als “Kann” -als neue mögliche Muster) oder als neue Standards (also als “Muss” - allgemein gefordertes Muster - bzw. als allgemein angestrebtes Muster). Jede neue Mode bringt damit neue Wertungen mit sich und bewertet damit auch bestehende Phänomene der menschlichen Umwelt immer wieder neu: Bestimmte Phänomene gelten als modisch, andere als altmodisch, wieder andere als klassisch.
Am häufigsten wird mit Mode die kurzfristig als aktuell geltende Art sich zu kleiden, zu frisieren bzw. nach außen zu geben gemeint. Diese Moden sind Momentaufnahmen eines Prozesses kontinuierlichen Wandels. Auch wenn umgangssprachlich „Kleidung“ und „Mode“ oft synonym verwendet werden, ist eine Abgrenzung beider Begriffe von einander zu empfehlen. Kleidung kann nicht nur unter dem Blickwinkel der Mode bzw. Kleidermode betrachtet, ausgewählt und getragen werden, sondern beispielsweise auch unter den Aspekten Fetisch (siehe auch Fetischismus), regional-üblicher Kleidung oder situationsspezifischer Kleidung. Meist ist Mode hier nur einer von mehreren Faktoren, die sich überlagern. Moden und Modeprozesse betreffen nicht nur Kleidung. Die Moden und Modeprozesse, die Kleidung betreffen, werden hier als „Kleidermoden“ bezeichnet.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mode (Stand: 04.12.2008)

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