Babydoll

Babydoll ist eine Pyjamaform, die 1956 in Mode kam. Sie wurde nach der gleichnamigen Hauptfigur des US-amerikanischen Spielfilms Baby Doll – Begehre nicht des anderen Weib (1956) des Regisseurs Elia Kazan benannt. Für das Kleidungsstück hat sich die gebundene Schreibweise eingebürgert.

Als Babydoll bezeichnete man damals einen sehr leichten Pyjama für Frauen. Er bestand aus einem kurzen Pumphöschen und einem weiten, losen und leicht A-förmig geschnittenen Oberteil, an dem kurze Puffärmel angesetzt waren.

Heute bezeichnet man mit Babydoll nur noch das luftige Oberteil. Dessen Form ist im Wesentlichen unverändert geblieben. So besteht es oben herum aus leicht abgesetzten Körbchen, während der untere Teil wie ein Rock geschnittenen ist.

Häufig sind Babydolls mit Rüschen oder Spitze besetzt und einfarbig (pastelliges Rosa, hellgelb, weiß oder schwarz) gehalten. Als Material werden Stoffe wie Seide oder Chiffon verwendet.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Babydoll (Stand. 21.01.2009)

Negligé

Der Begriff Negligé bzw. Negligée stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „das nachlässige (Kleid)“, also Hauskleidung wie z. B. Morgenmantel, Nachthemd, Pyjama etc. Heute wird der Ausdruck vor allem als Synonym für elegante und/oder verführerische Damen-Nachthemden gebraucht. Ebenfalls als Negligé wird ein kurzes figurumspielendes Bettjäckchen aus schleierähnlichem transparenten Chiffon bezeichnet, das unterhalb der Brust mit Bindebändern zum Raffen ausgestattet ist. Der Nachtwäsche ist auch ein transparenter knie- bzw. knöchellanger Kaftan aus weich fließendem Tüll zuzurechnen, meist rundherum mit Blütenspitze eingefasst, der gegebenenfalls über den Hüften gegürtet wird. Hohe Seitenschlitze sowie Armschlitze sorgen für bequeme Bewegungen. Er ist besonders als sinnlicher Überwurf für die Sommerzeit geeignet. Das Negligé unterstreicht die feminine Ausstrahlung, indem es die Frau ganz einhüllt und trotzdem wenig verbirgt.

Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs im späten 17. und 18. Jahrhundert war noch viel weiter gefasst: Jede nicht-formelle, nicht-höfische Kleidung wurde als Negligé (oder Deshabillé) bezeichnet. Heute wäre das am ehesten mit der Kleidung am so genannten Casual Friday zu vergleichen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Neglig%C3%A9 (Stand. 21.01.2009)

Dirndl

Dirndl ist die Bezeichnung für ein bayerisches oder österreichisches Trachtenkleid.
Begriffserklärung:
Dirndl ist die bayerische und österreichische Variante von hochdeutsch “Dirn” (nicht zu verwechseln mit Dirne) niederdeutsch „Deern“, d. h. die Bezeichnung für ein junges Mädchen. Ein von diesen getragenes Kleidungsstück bezeichnet man als „Dirndlgewand“. Heutzutage wird der Ausdruck vielfach zu „Dirndl“ verkürzt. In der Bevölkerung ist der ursprüngliche Begriff aber immer noch in Gebrauch.

Abgrenzung:
Was man heute unter einem Dirndl versteht, sollte nicht mit einer regionalen Volkstracht verwechselt werden. Eine echte Tracht weist ganz bestimmte Merkmale auf, anhand derer man sie ganz genau einer Region und dem sozialen Status des Trägers zuordnen kann. Das heute bekannte Dirndl wurde zwar durch regionale Trachten geprägt, hat aber keinen bestimmten regionalen Bezug.

Geschichte:
Anfangs noch Dienstbotentracht setzte sich das Dirndl ab etwa 1870/80 in der Oberschicht des Sommerfrischepublikums als modernes Kleid durch. Heute bezeichnet der Begriff Dirndl ein Kleid mit engem, oft tief rechteckig oder rund ausgeschnittenem Oberteil, weitem, hoch an der Taille angesetztem Rock, dessen Länge mit der herrschenden Mode wechselt, und Schürze. Es ist mehr oder weniger eng an Vorbilder aus der Volkstracht angelehnt. Das Dirndl wird sowohl auf Jahrmärkten und Kirtagen im ländlichen Raum als auch auf größeren Volksfesten, wie dem Münchner Oktoberfest, vor allem in Süddeutschland und einigen Alpenregionen oft getragen.

Symbolik:
Die Schleife, mit der die Schürze gebunden ist, symbolisiert traditionell den ehelichen Status der Trägerin: Bindet sich die Trägerin ihre Schleife auf der rechten Seite, so signalisiert sie, dass sie verheiratet oder verlobt ist. Eine Schleife auf der linken Seite bedeutet, dass die Trägerin noch zu haben ist, was früher mit Jungfräulichkeit gleichzusetzen war. Dahingegen sind die neuen Varianten, die Schleife zum Zeichen der Jungfräulichkeit vorne zu binden oder als Witwe hinten, dem geänderten Zeitgeist zuzuschreiben.

Dirndl-Varianten:
Dirndl in verschiedenen Farben und FormenJe nach Anlass kann ein Dirndl aus einfarbigem oder bedrucktem Baumwollstoff, Leinen oder aus Seide gefertigt sein. Meist ist es einteilig mit Verschluss (Reißverschluss, Haken und Ösen, verschiedenartigen Knöpfen oder Schnürung) vorne mittig. Ein Reißverschluss kann auch am Rücken oder an der Seite angebracht sein. Traditionell hat das Dirndl eine Tasche vorne oder an der Seite eingearbeitet, die unter der Schürze verborgen ist. Dazu wird eine meistens weiße Dirndlbluse (mit Puffärmeln oder schmalen Ärmeln, lang- oder kurzärmelig) getragen, die nur bis kurz unter die Brust reicht, sowie ein Schultertuch oder ein kurzes Halstuch. Ein Kropfband (Würgerband) mit Schmuckanhänger ergänzt oft das Dirndl. Unterschieden werden kann einerseits zwischen einem klassischen Trachtendirndl, einem einteiligen Kleid mit Schürze, auch aus Stoffen mit traditionellen Mustern, und andererseits einem Landhauskleid, das aus grauem oder farbigem Leinen, teilweise mit Ledermieder oder -besatz, gefertigt ist. Seit den 2000er Jahren nehmen sich, mit unterschiedlichen Resultaten, auch vermehrt Modedesigner des Themas Dirndl an.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dirndl (Stand. 17.01.2009)

Bluse

Eine Bluse ist ein zumeist hemdartig geschnittenes Kleidungsstück – daher auch oft „Hemdbluse“ – das Frauen häufig zur formellen Bürokleidung, wie Kostüm oder Hosenanzug, tragen. Daneben heißen besonders weit und leicht geschnittene Tops, mit oder ohne Knöpfe, ebenfalls Blusen.

Sie sind meist aus leichtem Gewebe (Textil), wie Seide oder dünnen Baumwollstoffen, bis in die frühen 1990er Jahre noch oft aus weich fallenden Kunstfaserstoffen (z. B. Polyester und Satin). Oft haben sie phantasievolle Verzierungen (z. B. Rüschen, Stickereien oder Schleifen). Der Klassiker unter den Damenblusen ist die weiße Hemdbluse (in Anlehnung an das klassisch-elegante weiße Herrenhemd) – hier sind die modischen Kombinationsmöglichkeiten besonders vielfältig. Der offene Spaten- oder Reverskragen ist ein weiterer gängiger Typ einer klassischen Damenbluse.

Zu Beginn der 1970er Jahren fielen abgerundete Kragen (Dackelkragen), später dann extra breite Kragen und Doppelmanschetten an Blusen, diese oft aus Synthetikstoffen (meist Polyester), auf. In den 1980ern folgte die Mode der Steh- und Bundkragen, Schleifen und der besonders kleinen Hemdkragen, bisweilen mit verdeckter Knopfleiste (”Smokingbluse”), abgenähten Falten sowie betonten Schulterpolstern. Auch hier waren dünne und oft glänzend Synthetikfasern sehr beliebt. Gegen Ende des Jahrzehnts wurden extra-lange Blusen über der Hose oder dem Rock getragen, wahlweise kombiniert mit einem weiten, breiten Gürtel um die Taille.

Daneben gab es bei den Frauen, die sich der damals erstarkenden Öko-Bewegung zugehörig fühlten, weit geschnittene (auch folkloristische) Blusen aus groben und natürlichen Materialien wie Flachs(Leinen) oder Baumwolle (die Männer trugen dazu oft Friesenblusen).

Viele modische Stilrichtungen der 1970er und 1980er Jahre gehen nach der Jahrtausendwende wieder in die Blusenmode ein: Doppelmanschetten, extra-breite Spitzkragen, Gürtel um Taille, Kunstfaser und ähnliches. Oft haben die Blusen auch Stickereien oder Strassbesatz, zumal an Kragen und Knopfleisten. Eine auffallende Erscheinung der 1990er Jahre waren die Blusen mit dem sogenannten Dreiviertelarm. Blusen lassen sich gut und leicht mit einem Blazer, Pullunder bzw. Pullover, farbigen Seidentüchern oder (Perlen)ketten kombinieren.

Früher war die “gute Bluse” Teil der Ausgehkleidung und Statussymbol der sogenannten „eleganten Frau“, die sie zumindest Sonntags beim Kirchgang anhatte. Heute ist die Bluse, außer ihrem Einsatz als formelle Bürogarderobe, unwichtiger, und dient oft als buntes Kleidungsstück unter vielen, das auch gern salopp offen über einem T-Shirt oder einem Top getragen wird.
Begriff:
Bluse ist ein Lehnwort aus dem Französischen: blouse ”Fuhrmannskittel, Staubmantel“. Es soll ein Mitbringsel französischer Kreuzfahrer sein. Diese zogen über ihre Rüstungen ein sogenanntes “P(e)lusisches Gewand”, einen blau eingefärbten Kittel gegen den Staub, der seinen Namen von dem ägyptischen Ort Pelusium hatte. Vielleicht stammt es aber auch von prov. lano blouso ”Kurzwolle“, lano ”Wolle“ und blos, blouse ”beraubt, nackt“ ab.

Heute findet sich der Begriff „(Hemd-) Bluse“ immer noch im Bereich der militärischen Bekleidung, für ein Uniformteil mit Schulterstücken - über der Hose getragen; auch bei Arbeitskleidung (Melkerbluse, Matrosenbluse, Friesenbluse).

Bekannter aber ist der Begriff in der zuvor beschriebenen klassischen Damenoberbekleidung.

Verwandt ist auch die Blusenjacke, eine manschettenlose Bluse aus kräftigerem Material oder mit Innenfutter, welche allein getragen werden kann, oder auch als Jacke über einem Top.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bluse (Stand. 17.01.2009)

Tankini

Ein Tankini ist ähnlich wie ein Bikini eine Badebekleidung für Damen. Er besteht wie auch der Bikini aus zwei Teilen: Hose und Oberteil. Die Hose unterscheidet sich nicht von einer Bikinihose. Das Oberteil ist stets ärmellos, bedeckt allerdings im Gegensatz zum Bikini noch einen Teil des Bauches, wie ein Tank-Top, daher auch der Name.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tankini (Stand. 17.01.2009)

Top (Oberteil)

Ein Top ist es ein ärmelloses Oberteil in der Damenmode.

Varianten:
Tops gibt es in den verschiedensten Variationen, denen jedoch stets das Fehlen von Ärmeln gemein ist. Die meisten Tops sind mit Trägern versehen, wie Spaghettiträger- oder Neckholder-Tops; es existieren auch trägerlose Formen, beispielsweise Tube-Tops. Einige Varianten sind zudem schulterfrei oder bauchfrei.

Tops werden sowohl zu Röcken als auch zu Jeans oder gar feinen Hosen getragen. Sie eignen sich als Unterzieher unter Blazer oder Jacken, werden aber ebenso als alleinige Bekleidung des Oberkörpers im Sommer, in der Freizeit, zum Sport, in der Disco oder auf Partys getragen. Vor allem viele junge Frauen ziehen Tops klassischen T-Shirts vor.

Dem eingedeutschten Begriff Top entspricht in der englischen Sprache das Tank Top, während Top im Englischen für jegliche Art von Oberteil, also nicht nur für ärmellose Tops, steht. Der Begriff Tank Top wiederum hält auch im deutschen Sprachgebrauch, besonders in Bekleidungskatalogen, Einzug.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Top_(Oberteil) (Stand: 17.01.2009)

T-Shirt

Ein T-Shirt ['ti:ʃɶ:rt] (engl. shirt: Hemd), in der Schweiz und in Österreich auch Leibchen genannt (in letzterem auch Leiberl), ist ein Kleidungsstück mit kurzen Ärmeln, einem runden oder V-förmigen Ausschnitt, ohne Kragen, Taschen oder Knöpfe.
Herkunft und Begriffserklärung:
 
Form eines T-Shirts (Zeichnung)Diente das T-Shirt im 19. Jahrhundert lediglich als Unterhemd, wird es heute bei warmen Temperaturen, vor allem aber beim Sport als einzige Oberbekleidung getragen. Ursprünglich war es moralisch nicht akzeptabel, Unterwäsche sichtbar zu tragen. Während sich das Hemd als Bekleidung für den Oberkörper in allen Zivilisationen früh entwickelte, war das Tragen von Unterwäsche erst zu dieser Zeit üblich geworden; zuvor gab es keine. Besonders ähnlich im Deutschen war das dem T-Shirt ähnelnde Leibchen. Der genaue Ursprung ist allerdings ungewiss; einziger Anhaltspunkt ist der Eintrag im Wörterbuch Merriam-Webster in den 20er Jahren.

Am häufigsten wird die Herkunft bei den Seeleuten vermutet: Schon lange trugen diese ein dem T-Shirt ähnliches Takelhemd, das bereits keine Knopfleiste mehr auf der Vorderseite hatte. Die kurzen Ärmel, die es vom Unterhemd unterscheidet, soll es dagegen von der Marine her haben: Hinzugefügt anlässlich einer Inspektion der Royal Navy um 1900 durch die recht prüde Königin Victoria, bei einem Modell von Henley von 1901, dem T-shaped undershirt (im Gegensatz zum heute bekannten ärmellosen Unterhemd, dem A-shaped undershirt), oder bei der Ausfertigung eines training shirt für die US Navy (im Gegensatz zum lange unpopulären tank shirt), um nur die häufigsten Theorien zu nennen.

Auch in der englischen Geschichtsschreibung gibt es eine eigene Theorie für das Entstehen des T-Shirts. Der dortige Adel gestattete dem Personal - allerdings nur während des Servierens des Tees - das Tragen eines kurzärmligen Leinenhemdes, da die hartnäckige Gerbsäure von schwarzem Tee zu dauerhaften Flecken auf der langärmligen Variante führte. Der Autor dieser Theorie bezieht sich dabei auf die in England auch benutzte Schreibweise “Tea-Shirt”.

Populär wurde das T-Shirt nach dem Zweiten Weltkrieg, in Europa aber erst in den 1960ern. 1948 trat Thomas Dewey für die US-Präsidentschaft an und nutzte das T-Shirt für den Aufdruck des Mottos „Dew it with Dewey“. Wirklich weltweit populär wurde es durch Marlon Brando (Endstation Sehnsucht, 1951) und James Dean (…denn sie wissen nicht, was sie tun, 1955), die in diesem Unterhemd im Film auftraten, Kassenschlager vor allem durch die rebellischen und erotisierten Charaktere: Marlon Brando ruft in seinem Film im nassen, zerrissenen T-Shirt Stella zu, dass er sie liebt, auch das Filmplakat zeigt ihn muskulös in diesem (noch so bezeichneten) Unterhemd. Damit war das T-Shirt als Ikone der Popkultur etabliert.

Frauen tragen darunter meistens zusätzlich einen Büstenhalter. Die Länge von T-Shirts variiert. Üblicherweise reicht es mindestens bis zur Taille, aber auch überlange T-Shirts sind Bestandteil der Mode, etwa im Hip-Hop.

Das T-Shirt avancierte in Europa spätestens in den 1970ern zu einem modischen und in den 80ern zu einem alltäglichen Bekleidungsstück. Es wird von Frauen wie von Männern getragen. Somit ist es ein Unisex- oder Einheitskleidungsstück und wird nach den Formen der Kleiderordnung zur Freizeitbekleidung gezählt. Die feminine Form des einfachen T-Shirts ist das sogenannte Girlie-Shirt. Dieses ist figurbetonter geschnitten, liegt im Gegensatz zum T-Shirt enger am Körper an und betont daher die Silhouette der Trägerin.

Besonders in den Gebieten der ehemaligen DDR werden T-Shirts auch als Nikki bezeichnet, dieser Begriff schließt aber auch Pullover oder ärmellose Unterhemden mit ein. Eine veraltete, heute kaum noch gebräuchliche Bezeichnung für T-Shirt ist Ruderleibchen. Bevor das Tragen von T-Shirts allgemein üblich wurde, war es nämlich als Kleidungsstück von Sportruderern bekannt.

Herstellung:
Die meisten T-Shirts werden aus Baumwolle hergestellt. Nachfolgend wird die Herstellung eines solchen T-Shirts kurz erläutert.

Nach der Ernte der Baumwollefasern werden diese gereinigt und in der Spinnerei zu einem Garn versponnen. In der Strickerei wird aus diesem Garn eine textile Fläche (Stoff) erzeugt. Je nach der Art, wie die Maschen gebildet werden unterscheidet man zwischen Wirken und Stricken. Bei der Konfektion werden nach einem Schnittmuster einzelne Teile aus der Stoffbahn gestanzt und anschließend zum fertigen T-Shirt vernäht.

Seine Farbe kann das T-Shirt in unterschiedlichen Stadien der Herstellung erhalten. Bei vielen einfarbigen Teilen ist ein Färben des Garns oder der Stoffbahn sinnvoll. Bei geringen Stückzahlen und vielen verschiedenen Farben wird erst das fertig konfektionierte T-Shirt gefärbt. Wichtig für das Ergebnis der Färbung ist aber immer die Vorbehandlung des Materials. Je nach gewünschter Farbtiefe wird die naturfarbene Baumwolle mehr oder weniger gebleicht. Für helle und brillante Farbtöne muss ein Vollweiß erzielt werden. Für dunkle und stumpfe Farbtöne reicht ein Farbweiß aus.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/T-Shirt (Stand: 17.01.2009)

Jeans

Jeans [dʒiːnz] (Pl., auch Sg.:) die; -, -> engl. jeans, Pl. von: jean = geköperter Baumwollstoff; (dt. selten Nietenhose) sind Hosen, die gewöhnlich aus einem robusten, blauen köperbindigen Baumwollstoff, dem Denim, hergestellt werden.

Der Ursprung waren Hosen aus Baumwolle, die aus der Gegend um die italienische Stadt Genua in die USA kamen. Aus der französischen Form des Städtenamens „Gênes“ machte die amerikanische Umgangssprache den Begriff „Jeans“. Levi Strauss, der in Franken geboren wurde und als Auswanderer 1847 nach San Francisco ging, fertigte für Goldgräber robuste Arbeitsbekleidung, die „Gênes“ aus dem Stoff „Serge de Nîmes“ (Gewebe aus der Stadt Nîmes), kurz Denim Jeans.

Der Stoffhändler Levi Strauss schneiderte Hosen für die Goldgräber in San Francisco aus brauner Zeltplane. Die Idee, die Nähte mit Nieten zu verstärken, hatte der Schneider Jacob Davis. Da er nicht das Geld hatte, um ein Patent anzumelden, wandte er sich an Levi Strauss. Etwa zur gleichen Zeit begann er, seine Hosen aus blauem Denimstoff zu fertigen.

1872 wurden zum ersten Mal die Ecken der Hosentaschen mit Nieten verstärkt. Etwa um diese Zeit wurde auch der braune Zeltplanenstoff durch den mit Indigo gefärbten blauen Baumwollstoff Denim abgelöst und die Jeans mit orangefarbenen Nähten und Nieten zur Verstärkung verziert. Patentiert wurde die Hose am 20. Mai 1873. Inhaber des Patents waren Strauss und Davis gemeinsam.

Um 1920 kam der Begriff Blue Jeans auf. In den 1930er Jahren wurde der Hosenträger vom Gürtel abgelöst. In den 1950er Jahren entdeckten Jugendliche die Jeans als Symbol des Protests gegen Tradition und Autorität. Jeans (in Deutschland damals auch Texashose genannt) galten als „Symbole gewalttätiger Unreife und mutwilliger Herausforderung der Konventionen“.[1] Amerikanische Soldaten brachten sie nach dem Zweiten Weltkrieg nach Europa. Durch Filmstars wie James Dean und Marlon Brando wurde ihr Bekanntheitsgrad weiter gesteigert. Etablierte Kreise in Deutschland wetterten gegen „Nieten in Nietenhosen“. In der DDR war das Tragen von „Niethosen“ in der Schule oder auf öffentlichen Tanzveranstaltungen zeitweise unter bestimmten Umständen verboten.[2] Als formelle Bürokleidung sind Jeans bis heute selten akzeptiert.

1948 wurden Jeans erstmals in Europa hergestellt und zwar von der 1932 gegründeten L. Hermann Kleiderfabrik in Künzelsau. 1953 wurden erste Jeans für Frauen in Europa hergestellt. Sie hießen Girls-Camping-Hose und hatten den Reißverschluss züchtig an der Seite. 1958 firmierte die L. Hermann Kleiderfabrik in Mustang um.

Bekannte Jeansmarken sind unter anderem Snake Jeans, Levi’s, Lee (Jeans), Wrangler, Mustang, MAC Jeans, Diesel, Pioneer, Replay, G-Star, Freeman T. Porter, Mogul (Jeans), Energie, Edwin (heute Blue One), 7 for all mankind, Miss Sixty, Mavi Jeans, Meltin Pot, ONLY, Paddocks, US Top, Nudie, Sugarcane und Evisu. Außerdem werden von vielen Designermarken wie Armani oder Joop teure Designerjeans angeboten.

In den 1990er Jahren kamen traditionsreiche Jeanshersteller wie Levi’s in eine schwere Krise, da die Jugendmode sich eher auf sackartige Skaterhosen, die Baggy Pants, konzentrierte. Viele Jeanshersteller gründeten Zweitlabel, um an diesem Trend zu partizipieren.

Zu Beginn der 1960er Jahre entwickelte sich in Deutschland eine neue Weltsicht, alte Werte des Bürgertums und dessen moralische Vorstellungen wurden hinterfragt. Die Wiederaufbauphase Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg war abgeschlossen und man lebte in dem Ludwig Erhard zugeschriebenen Wirtschaftswunder. Genau an diesem Punkt setzte der Protest der Jugend an. Für das etablierte Bürgertum stand vor allem die Schaffung materieller Werte im Vordergrund, während die Jugend auf der Suche nach ideellen Werten war. Ein passendes Symbol für dieses Gefühl der Jugend waren die von amerikanischen Soldaten in Deutschland eingeführten Jeans oder Nietenhosen.

Schauspieler wie Marlon Brando (Endstation Sehnsucht) oder James Dean (…denn sie wissen nicht, was sie tun) wurden zu den neuen Idolen der 1950er und 1960er Jahre. Sie trugen maßgeblich zum Erfolg der Jeanshose bei, da ihr typisches Outfit in ihren Filmen T-Shirt, Lederjacke und eben Blue Jeans waren. Anfänglich wurden die Jeanshosen in Schulen und vielen Firmen ungern gesehen, wenn nicht sogar verboten. Sie galten als hässlich, da sie keine Bügelfalten, unschöne Nähte und derb aufgesetzte Taschen hatten. Sie waren in den Augen vieler einfach zerknittert und unordentlich.

Dies konnte den Siegeszug der Jeans in den 1960er Jahren jedoch nicht aufhalten. Die Assoziation mit Werten wie Freiheit, Jugendlichkeit und Sportlichkeit wurde von immer mehr Menschen positiv aufgefasst. Anfänglich als Symbol des Protestes getragen, entwickelte sich die Jeanshose immer mehr zur selbstverständlichen Alltagskleidung, die von Hippies, welche sie mit Blumenmustern, Flicken etc. verschönerten), Studenten, Schülern und Wohlstandsbürgern, egal welchen Geschlechts, getragen wurde.

Eine weitere Besonderheit der 1980er Jahre sind spezielle Damenjeans mit sehr hoch sitzendem Bund und zugleich engem Schnitt am Unterkörper. Die Passform dieser Damenjeans wird in der Literatur bezeichnet als: „Po betonend und in der Taille eng und einschnürend sitzend“.[3] Kennzeichnend für diesen Schnitt ist unter anderem die Länge der Schrittnaht, gemessen von der Oberkante der Jeans über den Reissverschluss, durch den Schritt bis zur Oberkante der Jeans hinten. Klassische Röhrenjeans mit normaler Bundhöhe wie die Levis 639 haben in Größe W30 L34 eine Schrittnaht von etwa 63 cm Länge. Das Modell 737 von Levis bringt es dagegen auf 71 cm. Bei ansonsten gleicher Kleidergröße sitzt der Gürtel bei der Levis 737 also 4 cm höher.

In den 1990er Jahren verschwanden enge Röhrenjeans nach und nach aus der Öffentlichkeit und vom Markt. Der Modetrend ging stattdessen zu weit geschnittenen Modellen unter Bezeichnungen wie Baggy Jeans oder Skater Jeans. Letztere sollen ihren Ursprung bei Jugendlichen haben, die beim Fahren mit Skateboards oder Inlineskates die notwendigen Schutzpolster unter der Kleidung tragen wollten. Eine andere Entstehungslegende der sackartigen Baggy Jeans bezieht sich auf amerikanische Straßengangs. Bei der nächtlichen Inhaftierung durch die Polizei wurden den „suspekten Elementen“ wie in Gefängnissen üblich die Gürtel abgenommen (Suizidgefahr). An den daher herunterhängenden Hosen hätten dann andere Jugendliche erkannt, dass einer tatsächlich in Gewahrsam war, also als „harter Junge“ gelten konnte. Durch nicht wieder Einziehen der Gürtel sollte dieser Eindruck am nächsten Tag beibehalten werden (Anerkennung durch Gleichaltrige, Andeutung respektheischender Gefährlichkeit).

High waisted JeansDas neue Jahrtausend brachte eine Neuauflage der Jeansmode der 1970er und 1980er Jahre. Röhrenjeans werden wieder angeboten und erleben auch als Gebrauchtartikel große Nachfrage. Vor allem aber kamen sogenannte Hüftjeans (Hüfthose) auf den Markt, deren Hosenbeine im Stil der 1970er Jahre geschnitten sind und an den Oberschenkeln eng anliegen, aber eine große Fußweite haben. Der Gürtel sitzt sehr tief. Die bei engen, dunkelblauen Jeans durch das Tragen entstehende charakteristische Optik wird bei vielen Jeansmodellen künstlich durch Bleichen oder gezielte mechanische Abnutzung z. B. durch Sandstrahlen nachgeahmt, wobei Tragefalten durch weiße Striche angedeutet werden.

Außer den Schlagjeans kommen auch die Röhrenjeans zurück. Viele Designermarken bieten Jeans im engen Röhrenschnitt an. Modelle wie die J-Lot der Marke Miss Sixty kombinieren hauteng geschnittene Hosenbeine mit dem sehr niedrig sitzenden Schnitt einer Hüfthose und verfügen über Reißverschlüsse an den Fußenden, um das Anziehen zu erleichtern. Im Gegensatz zu den Röhrenjeans der 1980er Jahre ist das Material überwiegend Stretch.

Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten, als wenige Jeansmodelle lange auf dem Markt waren, gibt es bei den für Mädchen und Frauen angebotenen Hüftjeans eine große Anzahl schnell wechselnder Modelle. Variationen sind die Bundhöhe, zusätzliche Nähte, gedrehte Beinnähte und sonstige Applikationen an den Beinen; weitere Abwandlungen betreffen Taschen und Gürtelschlaufen, die auch ganz fehlen können. Manche Modelle haben den Reißverschluss nicht vorne, sondern an der Seite oder hinten. Bekannt dafür ist beispielsweise die italienische Marke Miss Sixty.

Schnittform von Blue Jeans (mit Nieten)Insbesondere unterscheiden sich Jeans in den Passformen.

In den 1970er Jahren waren vor allem Jeans im Schnitt von Schlaghosen (engl. bell bottom) verbreitet. Solche Jeans sind am Unterkörper und an den Oberschenkeln sehr eng geschnitten, werden dann aber unterhalb der Knie erheblich weiter. Je nach Fußweite kann das Hosenbein durchaus den kompletten Schuh bedecken.

Der Jeansstoff war oft nicht vorgewaschen, wodurch neue Jeans zunächst sehr steif und wenig bequem zu tragen waren. Erst nach mehrmaligem Waschen wurden der Jeansstoff weicher, und wenn sich der Stoff durch längeres Tragen etwas geweitet hatte, waren die Jeans angenehm zu tragen. Vor allem unter Jugendlichen hat sich das Eintragen neuer Jeans zu einer Art Ritual entwickelt, bei dem Jeans am Körper eingeweicht wurden, sei es in der Badewanne oder beim Baden im offenen Meer. Anschließend ließ man die Jeans am Körper trocknen, wodurch sich der Stoff den Körperformen anpasst. Durch diese Behandlung und durch langes Tragen erhalten die ursprünglich gleichmäßig dunkelblauen Jeans ein typisches Aussehen, das durch helle Falten am Unterkörper und an den Knien geprägt ist. Am Gesäß und an den Oberschenkeln wird der Stoff durch Abnutzung heller.

Schlagjeans gab es auch aus Feincord und Breitcord. Da Cord im Gegensatz zu Jeansstoff kaum dehnbar ist, waren diese Cordhosen im engen Jeansschnitt weniger bequem zu tragen als normale Jeans und nicht sehr verbreitet.

Die typische Passform seit Ende der 1970er Jahre waren sogenannte Röhrenjeans (engl. skinny jeans, us-amerikan. slim-fit pants oder brit.-engl. trousers) mit auf der gesamten Länge eng geschnittenen Hosenbeinen. Jeans dieser Art gab es unter anderem von Wrangler, Paddocks und US Top; zwei typische Modelle sind auch die Levis 631 und die noch enger geschnittene Levis 639. Einige Jeansmodelle hatten eine sehr kleine Fußweite und saßen an den Waden ebenso eng wie an den Oberschenkeln. Hierzu gehören beispielsweise die Modelle Levis 613, die Wrangler Kansas und das Modell Ultraslim des japanischen Herstellers Big John. Als Beispiel ein Vergleich zwischen einigen Röhrenjeans in Größe W30: das Modell Lee Phoenix hat in dieser Größe eine Fußweite von 37 cm, die Modelle 611 und 534 von Levis haben ungefähr 36 cm, die Levis 631 hat 35 cm, die Modelle 613 und 639 von Levis jeweils um 33 cm und am engsten ist die Big John Ultraslim mit nur 31,5 cm Fußweite. Andere Jeansmodelle hatten sogar Reißverschlüsse am Ende der Hosenbeine, um das Anziehen zu erleichtern.

Im Laufe der Jahre wurde der Schnitt der Röhrenjeans verbessert. Frühe Jeans waren der Körperform mitunter nicht gut angepasst und saßen in klein gewählten Größen nicht so optimal, sondern eben wie eine zu enge Hose, die sich lediglich um den Körper spannt, statt dessen Formen nachzuzeichnen und zu modellieren. Spätere Röhrenjeans wie zum Beispiel die Modelle 534 und 611 von Levis oder die Mustang Boots haben dagegen einen ausgesprochen anatomischen Schnitt und liegen sehr gut am Körper an, wenn sie hauteng getragen werden.

In den 1980er Jahren fanden zunehmend auch Jeans im sogenannten Karottenschnitt Verbreitung, mit hohem Bund und mit nach unten konisch zulaufendem Schnitt: unterhalb des Gesäßes weit bis sehr weit, am Beinende eng geschnitten, ab mittlerer Höhe des Oberschenkels werden die Hosenbeine kontinuierlich schmaler; eine im Vergleich zu Röhrenjeans lockere Passform, die nicht die Weite der Baggyjeans der 1990er Jahre erreicht. Diese Art Jeans war gerade unter Poppern sehr beliebt und wurde darüber hinaus oft auch als Designerjeans zu relativ hohen Preisen angeboten. Ein Beispiel ist die Marke Fiorucci der japanischen Firma Edwin, die damit kommerziell erfolgreich war. Das in den 1990er Jahren populäre Modell Saddle des Labels Diesel interpretiert den Karotten-Schnitt noch lockerer: Passform mit insgesamt weiter Oberschenkelpartie und nicht ganz so engem Beinabschluss, erst etwa ab Kniehöhe wurden die Hosenbeine schmaler.

Während Jeans zunächst nur in dunkelblau erhältlich waren, wurde es seit den 1980er Jahren zunehmend beliebt, Jeans chemisch oder mechanisch zum Beispiel durch Waschen mit Steinen zu bleichen. Jeans sind seit dieser Zeit in diversen hellen Blautönen bis hin zu nahezu weißem Stoff erhältlich. Außerdem gibt es verschiedene optische Effekte durch Waschungen wie stone washed, moon washed oder mouth washed, die zum Teil auch darauf abzielen, Jeans schon beim Kauf gebraucht aussehen zu lassen (used-look). Es kamen auch Jeans in anderen Farben als blau auf den Markt. Verbreitet waren vor allem schwarz und rot, letzteres insbesondere in Blau-Tönen.

Reitjeans sind Jeans, die speziell zum Reiten entworfen werden und als Ersatz für normale Reithosen getragen werden. Die Besonderheit gegenüber normalen Jeans besteht darin, dass Reitjeans entweder keine oder eine speziell verarbeitete Naht an der Beininnenseite haben, um zu verhindern, dass diese Naht beim Reiten auf der Haut scheuert. Reitjeans haben oft eine zusätzliche Lage Stoff an der Beininnenseite von Kniehöhe an abwärts, oder auch einen Lederbesatz wie bei normalen Reithosen. Als Material wird meist Stretchdenim verwendet. Der Schnitt von Reitjeans ist entweder wie bei einer klassischen Stretchjeans durchgehend hauteng bis zu den Füßen, um die Reitjeans zu normalen Reitstiefeln tragen zu können, oder etwas weiter im Stil der sogenannten Jodhpurhose.

Neben den oben genannten Varianten des traditionellen Jeansstoffes wurden und werden Hosen im Schnitt von Jeans auch aus anderen Materialien gefertigt. Lederhosen werden unter der Bezeichnung Lederjeans angeboten. Der Schnitt entspricht entweder einem bestimmten Jeansmodell, häufig der Levis 501, oder einer typischen Passform, zum Beispiel der von engen Röhrenjeans. Auch Kunstleder wird häufig als Material für Jeans-ähnliche Hosen verwendet. Das Material besteht typischerweise aus dünnem Stoff, auf den eine äußere Schicht aus Kunststoff aufgebracht ist. Die Oberfläche hat ein lederähnliches Aussehen. Der Kunststoff ist häufig Polyurethan (PU). Kunstlederjeans werden oft als no-name-Produkt angeboten, aber auch Marken wie Miss Sixty bieten viele Jeansmodelle zusätzlich in einer Kunstlederausführung an. Hat der verwendete Kunststoff eine glatte, glänzende Oberfläche, bezeichnet man die Hose als Lackjeans, bei deren Kunststoff es sich oft um PVC handelt. Kunstlederjeans und Lackjeans sind sowohl in Stretchausführung als auch unelastisch erhältlich. Insbesondere Lackjeans gibt es auch in Ausführungen ohne Hosentaschen und ohne Gürtelschlaufen, die dann aber eher als Lackleggings bezeichnet werden. Auch Satin wird für Hosen im Jeansschnitt verwendet. Neben Jeans aus normalen Satin gibt es auch Stretchsatinjeans aus hochelastischem Material in hautengem Schnitt.

Eine weitere Neuerung aus den 1980er Jahren sind Stretchjeans. Hier wurde ein kleiner Teil der Baumwollfäden des Jeansstoffes durch elastische Fasern ersetzt. Stretchjeans aus dieser Zeit sind meist sehr eng geschnitten. Sie sitzen ähnlich wie eine Strumpfhose bis zu den Füßen herunter hauteng. Typische Stretchjeans dieser Zeit sind die Modelle Mustang Disco und Mustang Skinline. Der Hersteller Levis brachte das Modell 806 mit der Bezeichnung Body Profile auf den Markt, und auch von anderen Herstellern wie Lee gab es eng geschnittene Stretchjeans. Später wurden auch normal geschnittene, weite Jeans aus Stretchmaterial gefertigt, wobei die Bequemlichkeit des Tragens im Vordergrund stand.

Bund einer JeanshoseUrsprünglich wurden Jeans mit Knöpfen geschlossen, was sich auch heute noch in vielen lang etablierten Modellen alteingesessener Hersteller widerspiegelt. Aus Gründen des Komforts gibt es heute jedoch hauptsächlich Jeansmodelle mit einem Reißverschluss und einem Hosenknopf aus Metall, seltener auch mit Reißverschluss und mehreren Knöpfen am hohen Bund. Relativ selten findet man eine reine Schnürung, die als modisches Accessoire dann oftmals offen sichtbar angebracht ist. Bei manchen Jeansmodellen sitzt der Reißverschluss nicht vorne, sondern ist an der Seite oder hinten angebracht. Selten sind auch Reißverschlüsse und Knopfleisten offen sichtbar angebracht.

Bei den Größenangaben dominiert die amerikanische Bezeichnungsweise, bei der Bundweite und die an der Außennaht gemessene Länge in Inch (Zoll) angegeben werden. Ein Inch entspricht 2,54 cm. Die Weite in Inch wird als Zahl nach dem Großbuchstaben W, die Länge in Inch nach dem Großbuchstaben L angegeben. Die Weite ist in 1-Zoll-Schritten gestuft, die Länge meist in 2-Zoll-Schritten (nur gerade Zahlen).- Die Angabe deutscher Kleidergrößen ist bei Jeans wenig verbreitet.

Der je nach Epoche sehr enge und körperbetonende Schnitt von Jeanshosen kann auch einen explizit sexuellen bzw. erotischen Charakter haben, und zwar sowohl bei Frauen als auch bei Männern. So stellt der Band von Doris Schmidt unter der Überschrift „Jeans als Symbol für Männlichkeit“ fest: „…scheinen die Cowboys ihre Jeans auch absichtlich so enganliegend und damit körperbetonend getragen zu haben, um durch das Zurschaustellen ihrer durchtrainierten Beine Frauen zu beeindrucken.“ Dieser körperbetonende Sitz enger Jeans wurde beispielsweise auch auf dem Cover der 1971 erschienenen LP Sticky Fingers von den Rolling Stones gezeigt.

Bezogen auf Frauen als Jeansträgerinnen wird in der Literatur eine „massive Körperbetonung“ durch Jeans mit „bis unters Knie sehr eng geschnittenem Bein“ und „hautengem Sitz am Po“ dokumentiert. Die „Po betonenden und in der Taille eng und einschnürend sitzenden Jeans“ würden die weiblichen Körperformen nicht nur nachzeichnen, sondern sogar „konstruierte Frauenformen“ produzieren und damit eine dem Korsett ähnliche Funktion erfüllen.

Die Merkmale dieser „körperbetonenden und erotischen Jeans“ sind für einen Teil der Träger ausschlaggebend: In einer Umfrage aus dem Jahr 1980 - als enge Jeans noch bevorzugt getragen wurden - nannten 3,3 Prozent der befragten Personen den engen Sitz als Grund für das Tragen von Jeans.

Mit der sehr engen Passform wurde beispielsweise in den 1980er Jahren geworben. Es ist, u.a. in einem Levis-Werbespot, dokumentiert, dass es seit den 1960er Jahren praktiziert wird, mit „Jeans in die Badewanne zu steigen“ um damit „die Körperformen nachzuzeichnen“. Diese Personengruppe scheint es zu bevorzugen, dass Jeans ihre normale Funktion als Kleidungsstück nicht mehr erfüllen, weil die „schmalen Hosenbeine … so eng anliegen, dass sie die Bewegungsfreiheit einschränken.“ An anderer Stelle heißt es: „Die zu engen Jeans verhindern eine ausreichende Hüftbeugung, so dass sich der Jeansträger nicht normal auf einen Stuhl setzen kann. Er sitzt auf dem vorderen Drittel des Stuhls und lehnt sich mit den Schultern an die Lehne.“ Solche Jeans werden gelegentlich auch als Stehjeans bezeichnet. Mit dem Aufkommen der Baggy Pants in den 1990ern hat sich der Zeitgeschmack, insbesondere bei Männern, allerdings überwiegend zu einer weiteren Passform entwickelt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jeans (Stand. 02.01.2009)

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Jacken

Die Jacke ist ein grundlegendes Teil der Oberbekleidung in vielen Kulturen. Sie bedeckt den Oberkörper und die Arme und ist vorn vom Hals abwärts offen. Diese Öffnung kann offen hängen oder mit diversen Methoden wie Knöpfen, Haken oder Bandschleifen geschlossen werden. Jacken reichen typischerweise nur wenig über das Gesäß hinaus; bei längeren Kleidungsstücken ähnlicher Form spricht man eher von einem Mantel.
Regional werden Strickjacken auch Westen genannt; normalerweise versteht man unter einer Weste aber eine ärmellose Jacke.

Die Unterscheidung zwischen Bluse bzw. Hemd und Jacke beruht vor allem darauf, dass Blusen bzw. Hemden gewöhnlich aus leichterem Stoff sind und direkt auf der Haut (und evtl. unter einer Jacke) getragen werden, während Jacken tendenziell eher aus schwerem und/oder warmem Stoff und eventuell gefüttert sind. Vor allem aber werden Jacken so getragen, dass sie die Haut nicht direkt berühren (das heißt es befindet sich ein Untergewand mit ebensolangen Ärmeln darunter), so dass sie nicht oder nur selten gewaschen werden müssen. Tatsächlich sind viele Jacken aufgrund der Konstruktion oder Stoffwahl nicht waschbar.

Im Mittelalter wurden die französischen Bauern mit Spitznamen jacques genannt, da zu jener Zeit dieser Vorname sehr verbreitet war. Der Bauernaufstand von 1358 in Frankreich wurde aus diesen Gründen wohl auch Jacquerie genannt. Aus dieser Zeit stammt dann ganz fantasielos der Name jacque, später dann jaquette - dem typischen Kleidungsstück der jacques.

Jackentypen:
Anorak: Ursprünglich eine Jacke der Inuit. Heute versteht man darunter eine gut hüftlange Jacke mit Kapuze, die man als Schutz gegen Wind und Nässe trägt, in gefütterter Ausführung auch gegen Kälte. Die deutsche Bezeichnung Windjacke ist weniger gebräuchlich.
Blazer
Ursprünglich dunkelblaue Marine- oder Clubjacke mit goldenen Knöpfen. Begriff heute etwas verwässert.
Blouson
Von Frauen und Männern getragene, blusig-weite Jacke, die bis zur Taille reicht und dort in einem anliegenden Bündchen endet. Spezielle Formen von Blousons sind Fliegerjacken, Bomberjacken und Collegejacken.
Bolero
Hauptsächlich von Frauen getragene Jacke, die höchstens bis zur Taille reicht. Wie die Jacken der Stierkämpfer, an denen er sich orientiert, kann der Bolero oft nicht vorn verschlossen werden.

Caraco
Eine im 18. Jahrhundert weit verbreitete, eng anliegende Frauenjacke mit angearbeitetem Schößchen.

Chamarra
Eine gut hüftlange, vorn schließende Lederjacke, die mit geometrischen Mustern lateinamerikanischer Indios verziert ist. (Siehe auch: Evo Morales, Sanbenito)

Frack
Im späten 18. Jahrhundert aus dem Justaucorps entstandene Herrenjacke, die vorn nur taillenlang ist, hinten aber etwa knielange Schöße (Schwalbenschwanz) hat.

Janker

Joppe
Eine Joppe (auch Jobs oder Juppe) ist eine taillenlose Männerjacke aus dickem Wollstoff; aus Flanell oder Loden als Hausjacke. Sie ist traditioneller Bestandteil der bayerischen Männertracht.

Sakko
Das Sakko (von engl. sack coat) ist eine ursprünglich (19. Jh.) lässige, heute formelle Herrenjacke mit weit nach unten gezogenem Revers. Kombiniert mit einer Hose aus dem gleichen Oberstoff bildet es einen Anzug.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jacke (Stand: 18.12.2008)

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