Kaufhaus

Ein Kaufhaus bietet Produkte aus einer oder wenigen bestimmten Warengruppe(n) in tiefer Gliederung (viele Artikel pro Warengruppe) auf einer Verkaufsfläche von mindestens 1000 m² an.

Am stärksten verbreitet sind Kaufhäuser mit Textilien (z. B. C&A, H&M, SinnLeffers etc.) und für Elektrogeräte oder Elektronik.

Kaufhausware ist demnach in erster Linie Massenware, die für einen großen Konsumentenkreis preiswert hergestellt wird.

Die Entstehung des Kaufhauses verdankte sich dem Preisvorteil durch hohen Rabatt wegen des Einkaufs großer Mengen an Waren. Daher versuchten Händler mit kleinen Ladengeschäften (Einzelhandel) von Anfang an die Expansion der Waren- und Kaufhäuser auf gesetzlichem Wege zu behindern. Seit der Ära des Internets und dem dadurch möglich gewordenen Preisvergleich und Einkauf per PC nimmt der Umsatz von Kaufhäusern beständig ab.

Umgangssprachlich werden die Begriffe Warenhaus und Kaufhaus weitgehend synonym verwendet. Beide Betriebsformen unterscheiden sich jedoch in der Sortimentsgestaltung.

Die Qualität der Waren in den drei Betriebsformen lässt sich schwer pauschalisieren. Fachgeschäfte bieten in der Regel sehr hochwertige Artikel mit einer fachkundigen Beratung an. Kaufhäuser vertreiben eher Waren für die durchschnittlichen Ansprüche, wobei aber auch hier Ausnahmen möglich sind bzw. durch Shop-in-Shop-Systeme eine Art Fachgeschäft im Kaufhaus angeboten wird.

Entstehung, Aufstieg und (möglicher) Bedeutungsverlust der Vertriebsform Kaufhaus bilden ein interessantes Beispiel für das Zusammenwirken wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Prozesse innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft. So wurde die Vorstufe des Kaufhauses, die Passage, zum Gegenstand einer bedeutenden geschichtsphilosophischen Untersuchung von Walter Benjamin („Das Passagen-Werk“).

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhaus (Stand: 02.01.2009)