Boxershorts

Boxershorts sind weit geschnitte halbe Hosen, Badehosen, Sporthosen und Unterhosen. Sie sind wegen ihrer Bequemlichkeit sehr beliebt. Boxershorts werden auch zum Schlafen anstelle von Pyjamas getragen. Boxershorts haben normalerweise einen Einschnitt, der oft mit Knöpfen versehen ist. Die Beine reichen dem Träger typischerweise bis in die Hälfte des Oberschenkels.

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Trikot (Sport)

Ein Trikot (frz. tricot, zu: tricoter “stricken”) ist im Sport ein meist farbiges Sporthemd. In Mannschaftssportarten ist es häufig mit Rückennummer und Namen des Sportlers versehen und in den Farben der Mannschaft bzw. des Vereins gestaltet. Trikots werden vom Sportler während des Wettkampfs getragen; sie haben daher den Charakter von Dienstkleidung, insbesondere im Profisport.

Beim Mannschaftssport trägt in der Regel die gesamte Mannschaft einheitliche Trikots. Ausnahmen bilden zum Beispiel die Torhüter von Ballsportarten wie Handball oder Fußball, die ein spezielles Torwarttrikot tragen. Trikots sind im populären Spitzensport darüber hinaus oft Werbeträger (Trikotwerbung). Sie werden über den eigentlichen Sportbetrieb hinaus auch als Fan-Devotionalien zu Merchandising-Zwecken verkauft. Dadurch ist das Trikot über seine pragmatische Bekleidungsfunktion hinaus in mehrfacher Hinsicht ein Träger von Zeichen.

Im Radsport werden Trikots genutzt, um die Spitzenreiter der jeweiligen Wertungen hervorzuheben, beispielsweise bei der Tour de France: das Gelbe Trikot für beste Gesamtleistung, das Grüne Trikot für den besten Sprinter, das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer (U25) und das Gepunktete Trikot für den besten Bergfahrer.

Bis zum Anfang der 1970er Jahre bestand ein Trikot meist aus Baumwolle, später häufig aus Polyamid, heutzutage werden hochwertige Trikots aus Polyester in Form von Mikrofasern hergestellt.

Heute finden Trikots auch Eingang in die Kleidermode. Insbesondere trendige Second-Hand-Läden bieten Originalware aus verschiedenen Sportarten an. Darüber hinaus werden Trikots auch von vornherein als Modeartikel produziert, ohne dass ihr Tragen in Sportwettkämpfen vorgesehen ist. Schriftzüge und Rückennummer sind dann häufig nur Dekoration oder Verweise auf die Marke.

In der Textiltechnik bezeichnet der Begriff Trikot ein spezielles Gestrick.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Trikot_(Sport) (Stand: 27.01.2009)

String (Kleidung)

Ein String, G-String oder String-Tanga bezeichnet einen Slip oder ein Höschen, welches hinten aus einem knappen Stoffdreieck und/oder Bändern besteht und somit das Gesäß unbedeckt lässt.

Etymologie und Sprachliches:
String als UnterwäscheString bedeutet auf Englisch „Schnur“, Tanga (ein aus Brasilien stammendes seitlich geschnürtes Bikiniunterteil, siehe Tanga (Kleidung)) ist von Kimbundu ntanga oder von Portugiesisch Tupi tanga abgeleitet, beides bedeutet „Lendenschurz“.

Die Herkunft des Begriffes G-string ist unklar, allerdings taucht er in der englischen Sprache bereits Anfang des 19. Jahrhunderts auf. Die sprachliche Herleitung von der G-Saite eines Musikinstrumentes ist zwar populär, aber unbelegt.

Im englischen Sprachraum werden Unterteile mit einem knappen Stoffdreieck auf dem Steiß – quasi eine Kreuzung aus String und Tanga – als thong bezeichnet.

Historische Entwicklung:
Als String ausgestaltete Lendenschürze oder Genitalzierden gehören zu den ältesten Kleidungsstücken der Menschheit. Schon vor dem Auszug aus Afrika vor mehreren zehntausend Jahren sind ähnliche Kleidungsstücke belegt, wie sie z. B. bei den Khoisan im südlichen Afrika vor allem von Männern seit Jahrtausenden getragen werden.

In Japan war bis zur Niederlage im Zweiten Weltkrieg das Fundoshi (褌) die traditionelle Unter- und Badebekleidung für Männer.

In der westlichen Welt wurde der String erst im späten 20. Jahrhundert populär. Ab den 1970er Jahren tauchte er in Folge der zunehmenden Lockerung der Sexualmoral und den damit einhergehenden modischen Veränderungen und als logische Weiterentwicklung der Bikinimode (oben ohne, hochgeschnittene, sogenannte französische Beinausschnitte) vereinzelt als Bademode und als Reizwäsche auf, die Zeitschrift Stern zeigte ihn im Zuge der sogenannten Sexwelle etwa 1972 und 1974. Der modische Mainstream blieb davon allerdings noch weitgehend unbeeinflusst.

In den 1990er Jahre wurden Strings als Frauenunterwäsche populär, anfangs befördert durch den Vorteil, dass sie sich unter enger, dünner oder heller Beinbekleidung im Gegensatz zu herkömmlichen Slips nicht abzeichnen (Stichwort panty line). Einhergehend mit dieser Mode stieg die Verbreitung des String in der Bademode, und letztlich sehr eingeschränkt auch in der Herrenmode.

Stile:
T- oder G-String mit geschnürten Seiten
Stringtanga
V- oder Delta-String
C-StringUnterscheidungsmerkmale Name Seiten Steiß Schritt
Tanga mehr als Schnur meist Dreieck mehr als Schnur
String Schnur, ggf. gebunden nur Verbindung Schnur
Stringtanga Schnur, ggf. gebunden kleines Dreieck
G-String nur Verbindung
T-String meist Schnur, ggf. gebunden
V-String stofffreies Dreieck
Thong beliebig, selten gebunden schnell verjüngend sehr schmal
G-Thong Schnur
C-String keine frei drahtverstärkt
Cache-String Stoffband Schnur, ggf. gebunden Dreieck verstellbar

Optische Wirkung:
Galt anfangs noch die Unauffälligkeit von G-String-Unterwäsche als Vorteil, so wird sie in der Folge in der Damenmode aktiv als optischer Reiz eingesetzt, indem der String in Verbindung mit Hüfthosen und -röcken höher als der Bund des Beinkleides gezogen wird, wodurch der Steiß optisch betont wird: der sogenannte Whale Tail hat eine ähnliche optische Wirkung wie die „Arschgeweih“-Tätowierung.

Kinderstring:
KinderstringStringtangas werden zunehmend auch für Kinder; hauptsächlich Mädchen; angeboten. Die Anfänge gehen dabei auf Brasilien in den 1990er-Jahren zurück. Das Angebot umfasst inzwischen Stringtangas ab etwa 2 Jahren. Diese Entwicklung wird vor allem von Frauenschutzverbänden und Kinderschutzverbänden kritisch betrachtet. Sie befürchten eine Gefährdung der Kinder. Einen wissenschaftlichen Nachweis, dass bestimmte Kleidung Kinder gefährdet, gibt es allerdings nicht. Die Befürworter heben den Tragekomfort hervor und sehen darin nur eine andere Art von Kinderunterwäsche ohne besonderen Reiz.

Trivia:
Umgangssprachlich wird der String auf Brasilianisch auch fio dental, „Zahnseide“, genannt. Die US-amerikanische Version ist butt floss, „Hintern-Zahnseide“.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/String_(Kleidung) (Stand. 27.01.2009)

Tanga (Kleidung)

Der Tanga (portugiesisch von Tupi tanga „Lendenschurz“) ist ein auf Bänder und Stoffdreiecke reduzierter Bikini brasilianischer Herkunft.

Der Begriff Tanga, eigentlich Tanga-Slip, hat sich im deutschen Sprachgebrauch auch für Slips eingebürgert, die als Unterwäsche getragen werden. Er hat um die Hüfte nur einen dünn geschnittenen Bund oder Bänder und bedeckt das Gesäß und die Genitalien.

Eine Weiterentwicklung des Tanga stellt der String dar, der das Gesäß nur minimal oder gar nicht bedeckt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tanga_(Kleidung) (Stand: 27.01.2009)

String-Body | Bodysuit

Ein Bodysuit (englisch für „Körperanzug“) bzw. kurz Body ist wie das Catsuit ein einteiliges, eng anliegendes Kleidungsstück. Im Gegensatz zum Catsuit hat der Body keinen oder nur einen kurzen Beinansatz. Der Body dient gleichzeitig als Hose und Hemd. Bodys verfügen zum Einstieg häufig über einen Druckknopf- oder Häkchenverschluss im Schritt (Frauen) oder über einen Knopf- oder Reißverschluss im Brust- oder Rückenbereich, um das Anziehen durch die Halsöffnung zu ermöglichen (Frauen und Männer).

Bodys werden als Sport- und Schwimmbekleidung sowie als Unterwäsche von Frauen wie auch Männern getragen. Auch als Kinderbekleidung (vor allem bei Kleinkindern) sind Bodys verbreitet.

Anfang der 1990er Jahre waren Bodysuits für Männer als Unterwäsche verbreitet. Sie verfügten typischer Weise über kurze Hosenbeine, aber Ärmel fehlten. Verschlossen wurden sie meist über eine frontseitige Knopfleiste. Der fehlende Verschluss im Schrittbereich (im Gegensatz zu den Frauenmodellen) sorgte vermutlich dafür, dass sich diese Bodysuits nie am Markt durchsetzten und seit etwa 1996 praktisch nicht mehr produziert werden.

Ebenso wird als Bodysuit eine spezielle, großflächige Art der Tätowierung bezeichnet, welche im Regelfall den kompletten Körperrumpf und je nach Version auch Teile der Extremitäten umfasst.

Typische Sportarten, bei denen Bodys als Sportkleidung verwendet werden:
Ringen
Laufsport (Frauen und Männer)
Fitness und Aerobic (hauptsächlich Frauen)
Gymnastik im Form eines Gymnastikanzugs
Schwimmen als einteiliger Badeanzug (Frauen und Männer)
Kunstturnen, wobei die Männer noch eine Kunstturnshort drüber tragen.

Beinlängen:
 
Frau im Gymnastikanzug (schwarzer Stringbody mit roter Radler)String-Body
Slip bzw. Vollpo - übliche beinfreie Variante mit bedeckten Pobacken
mit angesetzten Beinen.

Ärmellängen:
volle Ärmel
halbe oder viertel Ärmel
Ärmellos
Oberkörper und Schultern mehr oder weniger bedeckt
Nur dünne Träger mit freien Schultern

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/String-Body (Stand: 27.01.2009)

Lederhose

Lederhose ist allgemein die Bezeichnung für eine aus Leder gefertigte kurze oder lange Hose. Größere Verbreitung hat die Lederhose als traditionelle Lederhose, in der Lederszene, als Bikerhose (Schutzfunktion), aber auch als Alltagshose. Die traditionelle Lederhose ist eine Tracht, die in den mitteleuropäischen Alpenregionen getragen wurde und wird (Südliches Oberbayern, Österreich, Südtirol, aber nicht in der Schweiz)

Traditionelle Lederhose:
Formen und Verbreitung:
Die Lederhose im besonderen als Teil der bayerischen, Salzburger und Tiroler Gebirgstracht ist in zwei Formen weit verbreitet, als „Kurze“ und als „Kniebundhose“. Während die kurzen, kniefreien Lederhosen bei der Arbeit und zur Jagd getragen wurden, ist die Kniebundhose eher eine Festtagshose. Typisch für Trachtenlederhosen sind die Bestickung und der Hosenlatz, das Hosentürl, der angeblich auf die Schamkapsel, einen von 1400 bis zur 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts in Europa allgemein üblichen Teil der Männerkleidung zurückgeht. Rechts seitlich ist an der Lederhose üblicherweise eine Messertasche angebracht, die den Nicker, ein Jagdmesser, aufnimmt.

Eine Besonderheit, die die Herkunft der Ledernen zeigt, ist die sogenannte „Arschnaht“. Im Bereich Bayern, Tirol und Oberösterreich wird sie tellerartig über das Gesäß geführt, wohingegen in der Steiermark und Kärnten diese immer senkrecht verläuft.

Zumeist wird zur Lederhose ein lederner Hosenträger mit vorderem Querriegel getragen, zuweilen auch mit einem V-förmigen Mitteleinsatz, der vorne angeknöpft ist. In Südtirol werden häufig auch Hosenträger aus Stoff getragen. Zur Kurzen werden meist Haferlschuhe getragen. Zweigeteilte Strümpfe, die Loferl, die aus einem Waden- und einem Fußteil bestehen, gehören in vielen Gegenden Oberbayerns ebenfalls dazu. Zur Bundhose trägt man lange Bundhosenstrümpfe, die man bis übers Knie hinaufzieht und dort umschlägt. Erst dann zieht man die Bundhose an, die unter dem Knie zugebunden wird, und so wird der Bundhosenstrumpf daran gehindert, aus dem Hosenbein herauszurutschen. Die in Bayern am weitesten verbreitete Form der Lederhose wird mit durchgängigen, gestrickten Kniestrümpfen zur Miesbacher Tracht getragen.

Zuweilen wird zur Lederhose noch ein federkielbestickter Ranzen, eine Art breiter Gürtel, getragen. Sein früherer Zweck war in erster Linie die Geldaufbewahrung.

Hervorzuheben ist, dass die kurze Lederhose in Deutschland nur im Südbayrischen Raum am Rande der Alpen verbreitet war (z. B. Allgäu, Oberland, Chiemgau, Berchtesgaden). Nördlich von München und im Rest Deutschlands gehörte sie nicht zur Tracht.

Geschichtliche Entwicklung:
Paar in Miesbacher Tracht - der Mann trägt eine traditionelle Bayrische Lederhose.Lederhosen waren vor allem Kleidungsstücke der Bauern. Sie waren sehr einfach zu reinigen und daher gut für die Arbeit geeignet. Dass die Lederhose als eher archaisches Kleidungsstück nicht in Vergessenheit geriet, ist auch der Förderung höherer Kreise zu verdanken. Sowohl der österreichische Kaiserhof (beginnend bei Erzherzog Johann bis zu Kaiser Franz Joseph I.) als auch die Wittelsbacher (König Maximilian II., Prinzregent Luitpold) förderten die Nationaltrachten und die Lederhose im Besonderen. Die Tracht war aber auch im Volk tief verwurzelt, wie die Entstehung zahlloser Trachtenvereine (siehe: Trachten in Bayern) es belegt.

In Regionen wie dem Salzkammergut gehört die Lederhose immer noch zur Alltagskleidung. Die Lederhosen aus dieser Region sind handgemacht, mit viel Liebe zum Detail mühevoll hergestellt und ein Leben lang halt- und tragbar. Bei handgemachten Lederhosen gibt es nur Maßanfertigungen, und so kann es schon mal passieren, dass man nicht nur Monate, sondern Jahre auf seine Lederhose wartet.

Die Lederhose ist heute zu einem besonderen Bestandteil von Volksfesten wie dem Oktoberfest geworden und vermittelt den Touristen häufig einen verfälschten Eindruck vom bayrischen Brauchtum. Meist handelt es sich um sog. Landhausmode, die sehr wenig mit der traditionellen Lederhose gemein hat.

Zur Appenzeller Sennentracht gehört die Ladehose, leuchtend gelbe Kniehosen aus Leder mit rechteckigem Hosenladen.

Versionen:
Die traditionelle Bayrische Lederhose ist schwarz oder braun. Braune Hosen werden durch weiße Stickereien, schwarze Hosen durch grüne Stickereien verziert. Die traditionelle Lederhose, umgangssprachlich auch Kurze genannt, ist knielang. Das ermöglicht die lauten Schnalz-Geräusche beim Schuhplatteln, dem traditionellen Bayrischen Volkstanz. Traditionelle Lederhosen haben eine sehr lange Haltbarkeit. Bei regelmäßigem Gebrauch wird allerdings die zunächst raue und matte Oberfläche abgenutzt. Solche älteren Lederhosen mit Speckglanz werden umgangssprachlich auch als Krachlederne bezeichnet.

Sepplhose ist die außerbayerische Bezeichnung einer Lederhose, meist als graue kurze Lederhose mit umgeschlagenen Hosenbeinen zu sehen.

Culotte (Gesäss) französische Kniebundhose im 17. Jhd., aus Seide, Samt, Leder oder für die ärmeren aus Leinen. Ein Vorläufer und Vorbild der heutigen Kniebundlederhose.

Ausseer aus Gams-Hirschleder gefertigte Lederhose aus dem Gebiet Ausseerland (Österreich) unterteilt in drei österreichischen Gemeinden Bad Aussee, Altaussee und Grundlsee. Auffällig bei diesen Lederhosen ist die aufwendige grüne Handstickerei. Die Hosen gibt es als kurze und als Kniebundhose.

Sepplhose mit Latz zum Knöpfen und Stegträgern
Chaps:
Chaps (von span. chaparajos) sind lederne Beinkleider ohne Gesäß, die von Cowboys beim Reiten getragen werden. Die Chaps sollen die Beine vor den Hörnern der Rinder und Dornengestrüpp schützen.
Moderne Formen:
Freizeithosen:
Es gibt heute Lederjeans im typischen Five-Pocket-Schnitt, die wie Jeanshosen als ganz normale Freizeitkleidung getragen werden. Ledershorts bzw. -bermudas werden als Bundfaltenhose oder ebenfalls im Five-Pocket-Style hergestellt. Bei Lederhotpants handelt es sich um enge, kurz geschnittene Shorts.
Vereinzelt sind traditionelle Lederhosen beim Wandern beliebt oder finden sich in der Mode im sogenannten Landhausstil wieder.

Dienstkleidung:
Als Besonderheit tragen die Polizeidiensthundführer der Polizei Hamburg anstelle einer textilen Uniformhose solche aus Leder. Ebenfalls mit ledernen Uniformhosen ausgestattet sind die Mitarbeiter des Bezirklichen Ordnungsdienstes Hamburg und die Hundeführer der Hamburger U-Bahn-Wache.

Kinder- und Jugendbekleidung:
Als Alltagskleidung für Jungen im Schulalter bis ca. zum 16. Lebensjahr wurde die kurze Lederhose wahrscheinlich am Anfang des 20. Jahrhunderts von den Wandervögeln eingeführt. Die traditionelle Trachtenlederhose wurde dabei meist aller aufwendigen Dekoration beraubt und auf das Wesentliche reduziert.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam sie allmählich in ganz Deutschland in die Mode und wurde vor allem nach 1945 populär. Die Lederhose verschwand erst mit dem Aufkommen der Jeans in den siebziger Jahren fast vollständig.

Die „klassische“ kurze Burschenlederhose ist in grauem Rohleder angefertigt und besitzt an der Vorderseite nicht den bei ‚normalen‘ Hosen üblichen Schlitz, sondern zeichnet sich durch den charakteristischen großen Latz aus, der durch zwei Knöpfe geschlossen wird. Die beiden vorderen Taschen sind oft mit Eichenlaub geziert; die Hosenbeinenden, die mit kleinen Schnürbändchen – wohl ein dekorativer Überrest der Kniebänder von Kniebundhosen – ausgestattet sind, werden meistens umgekrempelt.

Zur Lederhose werden normalerweise die speziellen Träger getragen, die vorne auf der Brust mit einem – oft mit einem Hirsch- oder Edelweißmotiv ausgestatteten – ovalen Quersteg verbunden sind und hinten auf dem Rücken überkreuz angeknöpft werden. Die zwei Knöpfe für den Latz und die vier für die Träger sind mit kleinen Lederbändchen an der Hose befestigt.

Die kurze Zimmermannslederhose mit Doppelzipp und PfadfindergürtelAb den fünfziger Jahren wurde daneben ein moderneres Modell der Lederhose üblich, oft aus dunkelgrünem oder schwarzem Glattleder, bei dem zwei Reißverschlüsse die zwei Knöpfe ersetzten; als beinlange Lederhose ist dieses Modell auch als Zimmermannshose bekannt. Statt der traditionellen Träger wurde dabei meist ein Gürtel verwendet.

Seit den siebziger Jahren wird die schlichte, kurze Lederhose meist nur noch von Pfadfindern getragen, in der Regel in der moderneren Variante in Rohleder (weniger in Glattleder) mit Doppelreißverschluß und fast immer mit Gürtel, nur höchst selten mit Trägern. Bei vielen Pfadfindergruppen gehört sie bis heute zum festen Bestandteil der Tracht, ohne es zu einem Bestandteil der „vorgeschriebenen“ Uniform gebracht zu haben. Dagegen ist bei einigen Gruppen das Tragen einer Lederhose im Speersport Pflicht.

In Nordfrankreich gibt es in Riaumont in der Stadt Liévin (Kanton Liévin-Sud) bei Lens noch eine Art katholisches „Pfadfinderinternat“, wo sämtliche Schüler eine kurze Lederhose (mit Doppelzipp oder Knöpflatz) tragen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lederhose (Stand: 27.01.2009)

Nachthemd

Das Nachthemd ist ein weit geschnittenes, meist knielanges Hemd mit Ärmeln, oft aus Leinen oder Baumwolle, aber auch aus edlen Materialien wie Seide, das zum Schlafen getragen wird. Nachthemden wurden früher von Frauen wie von Männern gleichermaßen getragen, gegenwärtig sind sie bei Männern eher selten gebräuchlich, kamen jedoch nie ganz aus der Mode.

Bis ins 16. Jahrhundert war es üblich, nackt zu schlafen. Frauen ließen mitunter das am Tag getragene Hemd an. Für Kranke und Wöchnerinnen gab es weite Hemden aus weißem Leinen. Das erste Nachthemd wird um 1500 in Italien erwähnt. Danach wurde es von der gesamten europäischen Oberschicht übernommen und wurde in Deutschland zunächst auch Herzschützer genannt. Etwa 1880 wurde für Frauen die durchgehende Knöpfung vorne eingeführt und ein Zugband in der Taille. Die Männer trugen es bis etwa 1890, dann wurde der Pyjama populär. Frauen trugen bis zum Ersten Weltkrieg grundsätzlich ein Nachthemd, keinen Schlafanzug. 1956 war das Babydoll Mode.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Nachthemd (Stand. 21.01.2009)

Babydoll

Babydoll ist eine Pyjamaform, die 1956 in Mode kam. Sie wurde nach der gleichnamigen Hauptfigur des US-amerikanischen Spielfilms Baby Doll – Begehre nicht des anderen Weib (1956) des Regisseurs Elia Kazan benannt. Für das Kleidungsstück hat sich die gebundene Schreibweise eingebürgert.

Als Babydoll bezeichnete man damals einen sehr leichten Pyjama für Frauen. Er bestand aus einem kurzen Pumphöschen und einem weiten, losen und leicht A-förmig geschnittenen Oberteil, an dem kurze Puffärmel angesetzt waren.

Heute bezeichnet man mit Babydoll nur noch das luftige Oberteil. Dessen Form ist im Wesentlichen unverändert geblieben. So besteht es oben herum aus leicht abgesetzten Körbchen, während der untere Teil wie ein Rock geschnittenen ist.

Häufig sind Babydolls mit Rüschen oder Spitze besetzt und einfarbig (pastelliges Rosa, hellgelb, weiß oder schwarz) gehalten. Als Material werden Stoffe wie Seide oder Chiffon verwendet.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Babydoll (Stand. 21.01.2009)

Negligé

Der Begriff Negligé bzw. Negligée stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „das nachlässige (Kleid)“, also Hauskleidung wie z. B. Morgenmantel, Nachthemd, Pyjama etc. Heute wird der Ausdruck vor allem als Synonym für elegante und/oder verführerische Damen-Nachthemden gebraucht. Ebenfalls als Negligé wird ein kurzes figurumspielendes Bettjäckchen aus schleierähnlichem transparenten Chiffon bezeichnet, das unterhalb der Brust mit Bindebändern zum Raffen ausgestattet ist. Der Nachtwäsche ist auch ein transparenter knie- bzw. knöchellanger Kaftan aus weich fließendem Tüll zuzurechnen, meist rundherum mit Blütenspitze eingefasst, der gegebenenfalls über den Hüften gegürtet wird. Hohe Seitenschlitze sowie Armschlitze sorgen für bequeme Bewegungen. Er ist besonders als sinnlicher Überwurf für die Sommerzeit geeignet. Das Negligé unterstreicht die feminine Ausstrahlung, indem es die Frau ganz einhüllt und trotzdem wenig verbirgt.

Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs im späten 17. und 18. Jahrhundert war noch viel weiter gefasst: Jede nicht-formelle, nicht-höfische Kleidung wurde als Negligé (oder Deshabillé) bezeichnet. Heute wäre das am ehesten mit der Kleidung am so genannten Casual Friday zu vergleichen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Neglig%C3%A9 (Stand. 21.01.2009)

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