Jacken
Die Jacke ist ein grundlegendes Teil der Oberbekleidung in vielen Kulturen. Sie bedeckt den Oberkörper und die Arme und ist vorn vom Hals abwärts offen. Diese Öffnung kann offen hängen oder mit diversen Methoden wie Knöpfen, Haken oder Bandschleifen geschlossen werden. Jacken reichen typischerweise nur wenig über das Gesäß hinaus; bei längeren Kleidungsstücken ähnlicher Form spricht man eher von einem Mantel.
Regional werden Strickjacken auch Westen genannt; normalerweise versteht man unter einer Weste aber eine ärmellose Jacke.
Die Unterscheidung zwischen Bluse bzw. Hemd und Jacke beruht vor allem darauf, dass Blusen bzw. Hemden gewöhnlich aus leichterem Stoff sind und direkt auf der Haut (und evtl. unter einer Jacke) getragen werden, während Jacken tendenziell eher aus schwerem und/oder warmem Stoff und eventuell gefüttert sind. Vor allem aber werden Jacken so getragen, dass sie die Haut nicht direkt berühren (das heißt es befindet sich ein Untergewand mit ebensolangen Ärmeln darunter), so dass sie nicht oder nur selten gewaschen werden müssen. Tatsächlich sind viele Jacken aufgrund der Konstruktion oder Stoffwahl nicht waschbar.
Im Mittelalter wurden die französischen Bauern mit Spitznamen jacques genannt, da zu jener Zeit dieser Vorname sehr verbreitet war. Der Bauernaufstand von 1358 in Frankreich wurde aus diesen Gründen wohl auch Jacquerie genannt. Aus dieser Zeit stammt dann ganz fantasielos der Name jacque, später dann jaquette - dem typischen Kleidungsstück der jacques.
Jackentypen:
Anorak: Ursprünglich eine Jacke der Inuit. Heute versteht man darunter eine gut hüftlange Jacke mit Kapuze, die man als Schutz gegen Wind und Nässe trägt, in gefütterter Ausführung auch gegen Kälte. Die deutsche Bezeichnung Windjacke ist weniger gebräuchlich.
Blazer
Ursprünglich dunkelblaue Marine- oder Clubjacke mit goldenen Knöpfen. Begriff heute etwas verwässert.
Blouson
Von Frauen und Männern getragene, blusig-weite Jacke, die bis zur Taille reicht und dort in einem anliegenden Bündchen endet. Spezielle Formen von Blousons sind Fliegerjacken, Bomberjacken und Collegejacken.
Bolero
Hauptsächlich von Frauen getragene Jacke, die höchstens bis zur Taille reicht. Wie die Jacken der Stierkämpfer, an denen er sich orientiert, kann der Bolero oft nicht vorn verschlossen werden.
Caraco
Eine im 18. Jahrhundert weit verbreitete, eng anliegende Frauenjacke mit angearbeitetem Schößchen.
Chamarra
Eine gut hüftlange, vorn schließende Lederjacke, die mit geometrischen Mustern lateinamerikanischer Indios verziert ist. (Siehe auch: Evo Morales, Sanbenito)
Frack
Im späten 18. Jahrhundert aus dem Justaucorps entstandene Herrenjacke, die vorn nur taillenlang ist, hinten aber etwa knielange Schöße (Schwalbenschwanz) hat.
Janker
Joppe
Eine Joppe (auch Jobs oder Juppe) ist eine taillenlose Männerjacke aus dickem Wollstoff; aus Flanell oder Loden als Hausjacke. Sie ist traditioneller Bestandteil der bayerischen Männertracht.
Sakko
Das Sakko (von engl. sack coat) ist eine ursprünglich (19. Jh.) lässige, heute formelle Herrenjacke mit weit nach unten gezogenem Revers. Kombiniert mit einer Hose aus dem gleichen Oberstoff bildet es einen Anzug.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jacke (Stand: 18.12.2008)
Bikini
Der Bikini ist eine zweiteilige Badebekleidung für Frauen. Zwar begannen schon seit der Jahrhundertwende Modeschöpferinnen mit dem Büstenhalter und Hüfthalter das Zeitalter des Korsetts zu verabschieden, doch bis diese Dessous als „Dessus“ ihren gesellschaftlichen Durchbruch schafften, verging noch einige Zeit. Ein Modell trug bezeichnenderweise den Namen Taboo. Erst die nach dem Zweiten Weltkrieg verfeinerte Textiltechnik und die Lockerung der gesellschaftlichen Sitten ermöglichten den Durchbruch.
Als französische Kreation wurde er im Jahr 1946 gleichzeitig einerseits durch Jacques Heim und andererseits Bart Louis herausgebracht und ursprünglich „Atom“ genannt. Doch im Schatten von Hiroshima erwies sich dieser Name als ungeeignet. Er hatte inzwischen gewissermaßen seine „Unschuld“ verloren.
Am 1. Juli 1946 warf eine US-amerikanische B-29 über dem Bikini-Atoll die erste Atombombe der Nachkriegszeit ab und leitete damit eine Testserie ein. Vier Tage später schickte Louis Réard das Model Micheline Bernardini mit vier kleinen Stoffdreiecken bekleidet über den Laufsteg in Paris. Das Atoll gab schließlich den Ausschlag für die Namensgebung. Das „Tabu“ war gebrochen. Der brisante Name, der übersetzt „Land der Kokosnüsse“ bedeutet, schlug ein wie eine Bombe. Die Wirkung, die dieser knapp geschnittene Badeanzug hervorrief, wurde mit der gleichen moralischen Entrüstung betrachtet wie die Atombombenversuche auf Bikini.
„Als ich ein Kind war, ereignete sich die Zerstörung des Bikini-Atolls. Die nächste weltbewegende Nachricht war die von der Erfindung des Badeanzugs namens Bikini. Ich hatte die Idee: Zuerst gab es Bikini, davon blieb nichts übrig. Vorher gab es Badeanzüge, nun bestanden sie quasi aus nichts.“ Steve Reich auf die Frage, wieso er den Bikini in seiner Oper „Three tales“ zu einem Hauptergebnis menschlicher Fortschrittssucht stilisiere.
1964 entwarf in Amerika der in Österreich geborene Modemacher Rudi Gernreich (1922–1985) eine weitere Steigerung von Bikini: den Monokini, in die Umgangssprache später auch als Oben ohne eingegangen. Sinngemäß wurde der folgende Verzicht auf jede Badebekleidung auch als Nokini bezeichnet. In neuester Zeit werden aber auch extravagante Verbindungen von Bikintop und Bikinihose als Monokini bezeichnet.
Ein kurzlebiger Modegag der 1960er Jahre war der Trikini. Wie der Name suggeriert, handelte es sich dabei um einen Dreiteiler. Da dabei jede Brust einzeln von einem Teil ohne Bänder bedeckt wurde, gestaltete sich die Befestigung schwierig und war nur durch Adhäsion oder Klebstoff möglich. Obwohl optisch ansprechend, hat er – da unpraktisch – das Experimentalstadium der Modefotografie wohl nie verlassen und sich nicht durchsetzen können. Unter demselben Namen entwarf im 21. Jahrhundert ein Modedesigner aus Landshut einen Bikini mit zusätzlicher variabler Tasche.
Ein Tankini ist ähnlich wie ein Bikini eine Badebekleidung für Damen. Er besteht aus zwei Teilen: Hose und Oberteil. Die Hose unterscheidet sich nicht von einer Bikinihose. Das Oberteil ist stets ärmellos, bedeckt allerdings im Gegensatz zum Bikini noch einen Teil des Bauches wie ein Tank Top, daher auch der Name. Die Bezeichnungen Monokini und Trikini spielen darauf an, den Wortbestandteil „Bi“ in Bikini als lateinische Vorsilbe „Zwei“ zu verstehen, obwohl das Wort Bikini der Name eines Atolls in der Südsee ist.
In der Gegenwart gibt es unterschiedliche Modeströmungen. Einerseits werden vor allem in den USA und Lateinamerika sogenannte Microkinis beliebter – ausgesprochen knapp geschnittene Bikinis, die gerade noch die Schamlippen bedecken. Zum anderen werden weitere Formen der Badebekleidung entworfen, die dem zunehmenden Anteil muslimischer Bevölkerung in westlichen Ländern gerecht werden. So wird neuerdings in Australien ein Burqini (aus „Burka bzw. Burqa“ und „Bikini“) angeboten, der islamischen Frauen die Teilnahme am Strandleben ermöglichen soll.
Das Wort „Bikini“ hat auf vielfache Weise Eingang in die deutsche Sprache gefunden, indem es in Wortzusammensetzungen wie Bikinizone, Bikini Waxing oder Bikinifigur auftaucht. 1962 bemühte sich die Zeitschrift Freundin um ein Comeback des Bikinis: „Zwei Jahre lang hat man den Bikini totgesagt, mit Erfolg, dass er in diesem Jahr noch häufiger und verführerischer auftaucht“. Ursula Andress verschuf dem Bikini wieder Popularität, weil sie im James Bondfilm Dr. No im Bikini bekleidet auftrat. Auch das neue Kinogenre der Strandfilme „warb“ um den Bikini. Er wurde häufig als dramaturgisches Accessoire eingesetzt: „Brave Mädchen trugen einen Badeanzug und die weniger braven traten im Bikini auf“. 1963 erlisch die Bikinieuphorie erneut. Er wird durch Badeanzüge verdrängt, die die Zweiteiligkeit vortäuschten. Ihre Oberteile waren andersfarbig oder anders gemustert als ihre Unterteile, zusätzlich verstärkt ein Gürtel die optische Täuschung der Zweiteiligkeit. 1964 löst Rudi Gernreich mit dem Monokini einen neuen Skandal aus und sichert damit die nun unaufhaltsame Zukunft des Bikinis. 1965 wird das Tragen von Bikinis zumindest an einigen Stränden toleriert. Dennoch können Trägerinnen des Bikinis von der Justiz bestraft werden. So muss das 17 jährige Fotomodel Ilonka an drei Wochenenden die Fußböden von Krankenhäusern und Altersheimen putzen, weil sie auf dem Münchener Viktualienmarkt dem Bikini zum endgültigen Durchbruch verhelfen wollte.
Mitte der 1960er wurde das Wirtschaftswachstum deutlich spürbar. Mit ihm brach eine neue Ära der Jugendrevolution an mit der auch ein kommerzieller Jugendmarkt entstand. Gleichzeitig wird eine „Sexwelle“ losgelöst. „Sex sells“ lautete ein neuer Werbeslogan. „Mit einem Schuss Sex ließ sich der Umsatz nicht nur bei Zeitungen, Illustrierten, Büchern und Filmen steigern. Vom Autoreifen bis zum Schuppenshampoo setzte die Werbung erstmals vollkommen hemmungslos auf die neue Wunderwaffe“. 1966 präsentiert der Modedesigner Paco Rabanne seine neuste Strandkleidkollektion. Die Kleidungsstücke waren aus Plastik gefertigt und sollen sexy und unnahbar wirken. Ende der 1960er Jahre wurden freizügige und ausgefallene Modelle konzipiert, die symbolisch die Selbstverwirklichung unterstützen sollten. Minirock und Bikini sollten sowohl an die revolutionierende Jugend der 1960er Jahre, als auch an die Demonstrationen, mit denen die Frauen ihre Emanzipiertheit veranschaulichten demonstrieren.
Arten von Arten von Bikini:
Bikini-Oberteil - Bügel-BH - Triangel-BH - Neckholder-BH - Push-up-BH - Bustier - Tankini - Bandeau-Top. Die Oberteile sind meist entweder auf dem Rücken und im Nacken oder normal, d. h. wie bei einem BH, zu binden. Bikini-Hose: Hipster, Panty, Hot Pants bzw. Bade-Shorts - Tanga - String - Microkini - Rock - Vordermieder-Slip. Die Hosen sind entweder „am Stück“ oder seitlich zu binden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bikini (Stand: 18.12.2008)
Motorradbekleidung und Schutzausrüstung
Als Schutzausrüstung bezeichnet man im Motorradsport und im öffentlichen Straßenverkehr die Schutzkleidung für Fahrer von und Mitfahrer auf motorisierten Zweirädern (Kleinkraft-, Leichtkraft- und Motorrädern, im folgenden kurz „Motorradfahrer“). Offizielle Bezeichnung: “Persönliche Schutzausrüstung (PSA)”. Sie hat die primäre Aufgabe, den Motorradfahrer vor den negativen Folgen eines Sturzes zu schützen bzw. diese zu vermindern. Moderne Schutzkleidung erhöht aber auch die Sichtbarkeit von Motorradfahrern im Verkehr und den Fahrkomfort, indem sie vor Wettereinflüssen schützt, z. B. der Auskühlung durch den Fahrtwind (Windchill), insbesondere an exponierten Stellen wie z. B. den Knien. Neben den Sicherheitsaspekten, die im Vordergrund stehen, bietet z. B. eine Motorradhose mit Knieprotektoren in dieser Hinsicht wesentlich mehr Komfort als eine einfache Lederjeans.
Die wichtigsten Bestandteile der Schutzbekleidung für den Motorradfahrer sind: Handschuhe, Stiefel, Protektorenkombi (eine Art Overall) oder Jacke nebst Hose mit Protektoren, idealerweise durch einen Reißverschluss miteinander verbunden, Motorradhelm, Nierengurt., Handschuhe sind unerlässlich, da es ein normaler Reflex des Menschen ist, sich bei einem Sturz mit den Armen und Händen abzufangen. Daher können schon bei Stürzen mit niedrigsten Geschwindigkeiten schwere Handverletzungen die Folge sein, wenn keine Handschuhe getragen werden. Handschuhe mit speziellen Protektoren aus Karbonfaser oder Stahl sind ein sinnvoller Schutz, wenn das Motorrad bei einem Lowsider (Wegrutschen zur Seite) auf die kurveninnere Hand fällt. Fingerlose Handschuhe oder so genannte “Chopperhandschuhe”, die lediglich aus dünnem Leder bestehen und die Fingerknöchel nicht bedecken, sind zum Motorrad fahren nicht geeignet.
Stiefel (im Idealfall wasserdicht) sollten mit einer robusten Stahl- oder Kunststoffverstärkung versehen sein, um den Fuß bei einem Sturz optimal zu schützen. Insbesondere schwerste Verletzungen können entstehen, wenn – z. B. beim seitlichen Wegrutschen des Motorrads in einer Kurve – der Fuß zwischen Motorrad und Straße eingeklemmt wird und auf diese Weise vom Gewicht der rutschenden Maschine angedrückt mit dieser meterweit über den Asphalt gerieben wird. Auch kann durch das Rutschen des Fahrers unter die Leitplanke durch deren Träger Füße oder Unterschenkel abgetrennt werden, was durch das tragen hoher Stiefel vermieden werden kann. Kniehohe Stiefel haben außerdem den Vorteil, dass sie an den Knieprotektor anschließen und das Schienbein komplett bedecken. Solche Stiefel sollten über ausreichende Einstellmöglichkeiten verfügen, z. B. neben einem Reißverschluss eine Schnürung oder Schnallen besitzen. Auch kniehohe Stiefel gibt es in bequemer, für Tourenfahrer geeigneten Ausführungen. Das Tragen schützender Stiefel, die mindestens über den Knöchel reichen sollten, ist integraler Bestandteil der Schutzbekleidung von Motorradfahrern. Springerstiefel, Chopper-, Western- und so genannte Engineer-Boots sind zum Motorrad fahren genauso wenig geeignet wie Turnschuhe.
Die Protektorenkombi bzw. die Jacke nebst Hose haben neben ihrer Schutzfunktion im Falle eines Sturzes auch die wichtige Aufgabe, den Zweiradfahrer warm zu halten. Ein unterkühlter Fahrer ist unkonzentriert und macht Fehler. Die Kleidung darf aber im Sommer auch nicht zu heiß sein, weil ein überhitzter Fahrer ebenfalls in seiner Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt ist. Bewährt haben sich hier Leder- oder Textilbekleidung (z. B. Cordura (eingetragenes Warenzeichen der Firma DuPont) oder andere Textilgewebe mit mindestens 500 D) welche mit einer Klimamembran versehen sind. Diese Klimamembranen (z. B. Gore-Tex, Sympatex, etc.) lassen den Schweiß des Fahrers in Form von Dampf nach außen (auch als Atmungsaktivität bezeichnet), machen die Kleidung wasserdicht und sind windundurchlässig.
Im Falle eines Sturzes muss das Obermaterial der Kleidung extrem abriebfest sein, um den Fahrer auch bei längerem Rutschen über den Asphalt bei hoher Geschwindigkeit schützen zu können. Hier ist Leder widerstandsfähiger als die meisten Textilgewebe. Insbesondere Känguruleder ist im Vergleich mit dem günstigeren Rinderleder extrem abriebfest, obwohl es unbehandelt empfindlicher gegenüber Nässe ist. Leder wird auch hydrophobiert angeboten. Es ist dann so behandelt, dass es sich nicht mehr mit Wasser vollsaugen kann, sondern dieses an der Oberfläche abperlt. So ein behandeltes oder imprägniertes Leder wird im nassen Zustand nicht durch den Fahrtwind kalt und es hat eine längere Lebensdauer. Die Nähte der Kleidung sind eine Schwachstelle beim Sturz, da die Fäden leicht durchgescheuert werden können. Verdeckte Nähte, sogenannte Sicherheitsnähte, sind hier daher vorzuziehen.
Die Kleidung sollte unbedingt an Schultern, Ellenbogen/Unterarm und Knien/Schienbein sowie an den Hüften Protektoren nach EN 1621-1 und am Rücken mit Protektoren nach EN 1621-2 ausgerüstet sein. Einfachere Protektoren aus viskoelastischem Schaum erfüllen die höheren Anforderungen nicht und bieten keinen optimalen Schutz. Protektoren sind der Körperform angepasste aus beweglichen Segmenten bestehende Kunststoffplatten, welche im Falle eines Sturzes den Aufprall an den besonders gefährdeten Körperstellen dämpfen, indem sie kinetische Energie aufnehmen und z. B. in Wärme oder Verformung umsetzen. Sie sind zusätzlich mit einer abriebfesten Oberfläche versehen und können fest in der Kleidung integriert, in speziellen Innentaschen oder nachträglich in der Kleidung befestigt sein. Neben in die Jacke eingelegten Rückenprotektoren gibt es diese auch separat, meist in Verbindung mit einem Nierengurt. Die Schutzwirkung dieser Variante ist größer, weil der Protektor vom Hals bis zum Steißbein reichen kann. Das Tragen eines separaten Rückenprotektors ist deshalb empfehlenswert. Nach einem Unfall sollten Protektoren grundsätzlich nicht mehr weiterverwendet werden, da sie sich verformt haben und bei einem erneuten Unfall nur noch eine verminderte Dämpfungswirkung haben. Sofern nicht eine einteilige Kombi getragen wird, sollten Hose und Jacke miteinander durch einen Reißverschluss verbunden werden. Dies reduziert zum einen die Zugluft, zum anderen verhindert dieser, dass im Falle eines Sturzes die Jacke verrutscht und ihre Schutzfunktion nicht mehr optimal erfüllen kann. Protektorenkombis gibt es neben dem klassischen Schwarz heute in auffälligen Farben bzw. mit entsprechenden Farbapplikationen (z. B. neon-gelb oder -orange), denen man den Vorzug geben sollte. Zusätzliche Reflexbiesen erhöhen die Erkennbarkeit von Motorradfahrern insbesondere bei schlechtem Wetter oder nachts. Normale Straßenkleidung, Armee-Bekleidung, Arbeitsbekleidung oder z. B. “Bomberjacken” sind zum Motorrad fahren nicht geeignet. Der Motorradhelm muss nach der StVO zum Motorrad fahren “geeignet” sein und sollte nach der neuesten Norm, ECE 22-05, zertifiziert sein, um optimalen Schutz bieten zu können. Von nicht zertifizierten Helmen (z. B. Braincaps) ist aus Gründen der Sicherheit dringend abzuraten. Das gilt auch für Stahlhelme, Importware, Einsatzhelme usw.
Es empfiehlt sich meistens, den integrierten Rückenprotektor der Jacke zu entfernen und durch einen separat getragenen zu ersetzen. Die in die Jacken “eingebauten” Protektoren sind in der Regel viel zu kurz. Ein separater Rückenprotektor ist von der Länge her so zu wählen, dass er das Steißbein noch mit abdeckt (er wird dazu hinten in die Hose gesteckt), aber beim Sitzen auf der Sitzbank in normaler Fahrhaltung nicht aufsteht. Einige Hersteller bieten Modelle gleicher Konfektionsgröpe (S, M, L), aber mit unterschiedlichen Längen an. Idealerweise ist im separaten Rückenprotektor ein Nierengurt integriert. Rückenprotektoren sind ein wesentlicher Bestandteil moderner Schutzausrüstung, unabhängig davon, ob ein Leichtkraftrad oder eine schwere Maschine gefahren wird: damit kann eine Querschnittlähmung durch Wirbelsäulenverletzungen bei Motorradunfällen vermieden werden. 32% aller Querschnittslähmungen stammen von Verkehrsunfällen.
Bei Safety-Jackets handelt es sich um eine Unterziehjacke, meist aus luftigem Mesh-Material, die mit Protektoren bestückt ist, z. B. Oberarm-, Ellbogen- und Rückenprotektor. Wesentlicher Vorteil ist, dass die Protektoren mit Klettriegeln körpernah fixiert werden können, unabhängig von der Oberkleidung, was insbesondere beim Tragen weiter geschnittenen textiler Bekleidung einen erheblichen Sicherheitsgewinn bedeuten kann, da sich dort die “eingebauten” Protektoren oft zu stark verschieben lassen, man entfernt sie beim Tragen der Saftey-Jacke dann. Manche Jacken können durch Reißverschlüsse auch in Westen verwandelt werden oder der Rückenprotektor lässt sich alleine tragen, z. B. in der Lederkombi. Safety-Jackets gehören heute mit zu den flexibelsten Teilen der persönlichen Schutzausrüstung. Mit Safety-Jackets kann auch ältere Motorradkleidung ohne Protektoren zur Sicherheitskleidung aufgerüstet werden. Schließlich ist es mit ihnen möglich, in “klassischem” Outfit Motorrad zu fahren (Oldtimer, klassische Highway- oder Chopperjacken) und fast die Sicherheit von Protektorenkombis zu erreichen. Dazu wird das klassische Bekleidungsstück, das allerdings von motorrad-tauglicher Qualität sein muss, eine Nummer größer gewählt und darunter das Safety-Jacket getragen. Safety-Jackets sind auch mit zusätzlichem Brust- und Rippenschutz erhältlich. Auch diese Schutzelemente sind für den Straßenfahrer heute zu empfehlen, da sie kaum noch auftragen. Ein Safety-Jacket für Straßenfahrer sollte mit einen Mittelreißverschluss, nicht mit einem asymmetrischen Reißverschluss, ausgestattet sein, dies erleichtert in der Praxis das “Handling”, wenn nicht gefahren wird.
Ähnlich wie Safety-Jackets gibt es auch Unterzieh-Shorts und Unterhosen mit Protektoren (Hüfte, Steißbein, Oberschenkel, in der langen Ausführung auch Knie- und Schienbeinprotektoren). Sie sind aber bisher weit weniger verbreitet als der Oberkörperschutz. Anzumerken ist noch, dass zu den Rückenprotektoren, Safety-Jackets usw. immer, auch bei hohen Temperaturen, eine geeignete Oberkleidung / Überkleidung zu tragen ist.
Im Rennsport dienen Rückenhöcker auch dazu, die Aerodynamik zu verbessern. Ihre Hauptaufgabe ist, wie bei Straßenfahrern, das Genick bei einem Unfall vor Überstreckung und Verletzung zu schützen. Der Rückenhöcker kann relativ klein sein (im Bereich des Nackens) oder über fast den gesamten Rücken reichen. Eine relativ junge Entwicklung ist der Genickschutz. Es handelt sich entweder um Halskrausen, die unterhalb des Helms in der Höhe des Jackenkragens getragen werden oder um Schutzplatten, die z. B. am Kragen von Safety-Jackets befestigt werden können. Einige Ausführungen werden über den Kopf gestülpt und verfügen über Brust- und Rückenplatten zur Fixierung. Ein solcher Genickschutz kann zusammen mit einem Rückenhöcker die Gefahr von Verletzungen an den empfindlichen Nackenwirbeln wesentlich verringern, die Entwicklung ist aber noch im Gange.
Die Motorradkleidung kann mit Reflektoren in Form von Hüftgurten, Arm- und Beinbändern usw. ausgerüstet werden. Dies ist insbesondere sinnvoll, wenn die Kleidung keine reflektierenden Einsätze besitzt oder von dunkler Farbe ist. Vor allem bei schlechtem Wetter und in der Nacht sind Motorradfahrer dadurch besser sichtbar. Das Tragen einer EN-Warnweste wird zu diesem Zweck dagegen (solange kein Unfall vorliegt) nicht empfohlen, weil dadurch auf längere Sicht die eigentlich Signalwirkung - besondere Gefahrensituation - nicht mehr gegeben wäre.
Protektorenkombi (oder Jacke und Hose mit Protektoren), Stiefel, Handschuhe, Nierengurt.
Zu empfehlen ist ein separater, langer Rückenprotektor und ggf. das Nachrüsten von Hüftprotektoren.
Ob es sich um Textil- oder Lederbekleidung handelt, sollte vom hauptsächlichen Einsatzzweck abhängig gemacht werden. Wer z. B. in die Schule fährt, wird textile Bekleidung dort oft als bequemer und leichter empfinden. Ebenso macht die Anschaffung einer Lederkombi trotz der im allgemeinen besseren Schutzwirkung keinen Sinn, wenn der Träger eine Abneigung gegen das Material hat, sie wird dann im Schrank hängen bleiben.
Die Wahl der Schutzkleidung sollte jedoch weitgehend unabhängig von der gefahrenen Maschine getroffen werden. Es ist völlig unsinnig, z. B. auf einem Leichtkraftrad oder einer 125-er auf Schutzkleidung zu verzichten, weil man nur eine “kleine” Maschine fährt. Nicht nur das Tragen kompletter Schutzausrüstung wird hier mittlerweile erwartet. Auch auf dem Leichtkraftrad ist man mit einer Protektorenkombi nicht deplaziert. Ansonsten wählen sportliche Fahrer eher einteilige Kombis, Tourenfahrer eher zweigeteilte Kombis oder eine Jacken-/Hosenkombination. Auch Chopperfahrer tragen mittlerweile Kombis, wenn auch in gedeckten Farben, Reflektoren können das Minus an Sichtbarkeit ausgleichen. Alternativ kann auch das Tragen “klassischer” Kleidung angehen, wenn sie mit entsprechenenden Protektoren ausgerüstet werden. Man hat also durchaus die Wahl, solange die Sicherheitsaspekte im Vordergrund stehen. Auch Beifahrer haben einen Anspruch auf komplette Schutzkleidung (ev. im Bekanntenkreis ausleihen).
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzausr%C3%BCstung_(Motorradsport) (Stand: 18.12.2008)
Badenbekleidung - Bademode
Als Badebekleidung bezeichnet man Kleidungsstücke, die zum Schwimmen bzw. Baden entworfen und getragen werden.
Bis zum frühen 19. Jahrhundert wurde nur nach Geschlechtern getrennt gebadet. Das Bad im Meer als Freizeitvergnügen fand, ähnlich wie die meisten Breitensportarten, erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts allgemeine Verbreitung. Durch die Schwierigkeit, im Wasser die Geschlechter voneinander getrennt zu halten, wurde Badebekleidung nun erstmals überhaupt nötig.
Die frühen Badeanzüge bestanden aus Woll- oder Baumwollstoff oder Trikot, der im nassen Zustand schwer ist und nur langsam trocknet. Der Stoff besteht daher heute meistens aus Nylon.
Obwohl sie bei Frauen öfter anzutreffen sind, werden Badekappen sowohl von Männern als auch Frauen getragen. Dies ist zum einen auf die frisurschützende Funktion einer Bademütze und zum anderem auf die in wenigen Bädern noch immer vorherrschende Pflicht zum Tragen einer solchen Kopfbedeckung zurückzuführen. Während Männer bei Schwimmwettbewerben oft mit rasiertem Schädel antreten, verwenden Frauen ebenfalls eng anliegende Badekappen.
Badeschuhe, meist in Form von Sandalen, dienen im Schwimmbad als Schutz vor Fußpilzerkrankungen, am steinigen Strand hingegen eher der Vorbeugung vor Fußverletzungen. Hier werden sie oft auch während des Schwimmens anbehalten.
Badebekleidung für Frauen: Ganzkörperbedeckung war zu Beginn des öffentlichen Badebetriebes für Frauen und Mädchen Pflicht. Erst nach und nach wurde das Zeigen von Bein toleriert. Des Öfteren mussten Damen wegen zu schwerer Badekleidung gerettet werden.
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts gab es in den Städten geschlossene Badeanstalten für Frauen. Gebadet wurde hier in der Unterkleidung: einem „Beinkleid“, der Frühform der weiblichen Unterhose, einem Leibchen und mit Strümpfen. Um 1850 gab es erste „Badekleider“ aus Perkal, Flanell oder Serge. Darunter wurde das „Beinkleid“ getragen. Etwa 1880 wurden die Badekleider kürzer. 1903 gab es dann die ersten Badeanzüge aus Woll- und Baumwolltrikot, eingeführt durch die amerikanische Schwimmerin Annette Kellerman. Diese Einteiler wurden jedoch erst in den 20er Jahren wirklich populär. In vielen Badenanstalten mussten die Frauen darüber jedoch noch einen Rock tragen, damit nicht zuviel Bein zu sehen war. Ab 1928 durfte beim Baden etwas mehr Haut gezeigt werden; in den USA gab es die ersten zweiteiligen Badeanzüge, bestehend aus Pumphose und hemdartigem Oberteil.
Schon 1926 waren bei einer Modenschau in Berlin Badeanzüge für Frauen gezeigt worden, die für damalige Verhältnisse sehr freizügig waren. Konservativen Kreisen war die neue Bademode allerdings ein Dorn im Auge; sie sah die Moral in Gefahr. Und so griff die Regierung 1932 mit dem so genannten Zwickelerlass ein, der festlegte, welche Teile des Körpers beim Baden zu verhüllen waren.
Typische Badebekleidung für Frauen des 20. Jahrhunderts ist ein Badeanzug (einteilig) und seit den 1950er Jahren ein Bikini (zweiteilig). Statt Woll- oder Baumwollstoff wurde nun Nylon verarbeitet. In der heutigen Zeit gibt es Badeanzüge und Bikinis nicht nur in den unterschiedlichsten Farben, sondern auch ihr Aussehen und die Form des Zuschnitts kann sehr variieren. Zudem gewinnt eine Bikiniart aus Brasilien bei Frauen, die ihre Figur betonen wollen, zunehmend an Beliebtheit: der String-Bikini. Hier wird die Hose durch einen Stringtanga ersetzt.
Stringbikini
Frau in BadeanzugBadeanzüge sind am Urlaubsstrand unter nord- und mitteleuropäischen Frauen eher rückläufig, werden jedoch wegen des Vorteils, dass die Haut größtenteils verdeckt wird, unter Sonnenschutzgesichtspunkten auch teilweise wieder gerne getragen. Außerdem lässt sich damit die Figur formen. Ältere Frauen tragen den Anzug oft noch aus moralischen Gründen. Bei Schwimmwettbewerben werden spezielle Ganzkörperbadeanzüge bevorzugt, die eine bessere Wasserschlüpfrigkeit garantieren.
In den letzten Jahren haben sich in der Bademode gegenläufige Entwicklungen abgezeichnet. Zum einen setzten sich zunehmend knappere Bikiniformen durch. Nachdem Tanga- und Stringbikini vor allem in den USA und Lateinamerika Popularität erlangten, zeichnet sich mit dem Microkini oder auch Fio Dental aus Brasilien kommend ein neuer Trend sowie der nächste Schritt zur Verringerung des Textilanteils ab.
In islamischen Ländern gibt es mittlerweile auch Badeanzüge, so genannte Haschema oder sportlichere Burqini, die den Körper der Frauen ausreichend verhüllen, so wie es die religiösen Vorschriften verlangen.
Badebekleidung für Männer:
Männer nutzen meist Badehosen, obwohl es durchaus auch Badeanzüge für Männer gibt und gab. Die Badehose hat sich der Bequemlichkeit wegen durchgesetzt. Bis ins 19. Jahrhundert war Badekleidung für Männer jedoch gar kein Thema. Männer badeten in separaten Badeanstalten nackt oder in Unterwäsche. Um 1900 kamen einteilige Badeanzüge mit kurzen Beinen aus gestreiftem Trikot auf. In den 1920er Jahren traten dann sehr knappe Badehosen für Männer auf, so genannte Dreiecksbadehosen, die vielfach als skandalös betrachtet wurden. Der Badestring findet seit Ende der 1990er Jahre immer mehr Verbreitung.
In den USA wurden in den 30er Jahren die ersten Badehosen mit Gürtel getragen. Mitte der 1950er Jahre wurden in den USA sehr kurze, eng anliegende Badehosen populär. In den letzten Jahrzehnten haben sich bei Männern Badeshorts (auch trunks genannt) durchgesetzt. Diese stammen ursprünglich aus der Surfkultur und wurden bei der Ausübung dieses Sports getragen.
Vor allem Wettkampf- und Profischwimmer nutzen auch einteilige Ganzkörperbadeanzüge, die aufgrund ihrer glatten Oberfläche den Wasserwiderstand vermindern und damit die Schwimmgeschwindigkeit erhöhen können, was bei Wettbewerben den Sieg bedeuten kann. Diese Anzüge sind jedoch selten aus reinem Nylon, sondern beinhalten meistens auch den Kunststoff Neopren, da die Oberfläche bei diesem Stoff noch geringeren Widerstand ermöglicht.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bademode (Stand: 18.12.2008)
Onlineshop
Der Onlineshop stellt Waren und digitale Produkte im Internet zum Verkauf bereit. Dabei handelt es sich bei einem Shopsystem grundsätzlich um Software mit einer Warenkorbfunktionalität. Der Käufer wählt das Produkt aus und legt es in den Warenkorb. Hinter einem E-Shop steht ein physisches Geschäft, das die Bestellung abwickelt. Es gibt diverse E-Shop-Software für diesen Verkaufskanal.
Moderne Onlineshops bieten dem User nicht nur die Möglichkeit das Produkt zweidimensional zu betrachten und ein paar technische Daten zu lesen. Im Bereich hochwertiger Konsumgüter werden mitunter auch dreidimensionale Produktabbildungen visualisiert. Die Wahrnehmung des Kunden soll möglichst nah an die Realität geführt werden. Hierzu finden häufig auch Sound-Animationen Anwendung sowie Konfigurationsprogramme, mit denen das Produkt in Farbe, Ausstattung und Design oft an die individuellen Vorstellungen des Kunden angepasst werden kann. Der Hersteller bzw. Anbieter gewinnt auf diese Weise zusätzlich wertvolle Informationen über Kundenpräferenzen.
Besonders bekannte Formen des Internethandels sind Buch- und Musikversand und Internetauktionen. Im Zuge des Internetbooms gegen Ende des 20. Jahrhunderts gewannen Onlineshops immer mehr an Bedeutung. Internethändler haben den Vorteil, dass sie keinen physischen Verkaufsraum brauchen, dieser steht virtuell als Website zur Verfügung. Auch brauchen Onlineshops häufig keinen oder nur wenig Lagerraum, da sie eine Lieferung oft direkt vom Erzeuger veranlassen (Drop Shipping) bzw. die Waren je nach Bedarf bestellen können. Die eingesparten Festkosten lassen sich dann an den Verbraucher weitergeben. Sogar Internetbuchhändler, die in Deutschland der Buchpreisbindung unterliegen, welche Rabattaktionen verbietet, haben den Vorteil durch die Übernahme der Versandkosten dem Kunden bei gleichem Preis den Gang zum Buchladen zu ersparen. Hier spricht man vom klassischen Versandhandel. Bei digitalen Produkten wie Musikdateien, Software oder Onlinebüchern kann der Kunde nach dem Kauf das Produkt direkt herunterladen. Der physische Versand entfällt in dem Fall und der Kunde kann seinen Einkauf sofort nutzen.
Gewinner dieses Trends sind neben den Onlineshops vor allem Logistikunternehmen und Zustelldienste, während Klein- und Einzelhändler oft die Verlierer solchen Wandels sind. Auch die IT-Branche profitiert indirekt durch höhere Auftragszahlen für die technische Bereitstellung und Wartung der Onlineshops vom Wachstum des Internethandels.
Der Einzelhandel muss nicht mehr der Verlierer dieser Entwicklung sein. Es gibt allmählich virtuelle regionale Marktplätze, die den Vorteil des regionalen Einzelhandels nutzen: Die schnellen Lieferzeiten.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Onlineshop#Onlineshop (Stand: 18.12.2008)
Ferienhäuser in den Marken inmitten einer der reizvollsten Landschaften von Italien
Wenn Sie das richtige Italien kennen lernen wollen, Ihnen Erholung in einer herrlichen Landschaft zwischen Meer und Bergen, Kunst und Kultur wichtig sind für die schönsten Wochen im Jahr, dann gibt es für Sie eine gute Adresse: Mergo in den Marken.
Vier wunderbar gelegene Ferienhäuser bzw. Ferienwohnungen stehen Ihnen zur Auswahl: CASA OLIVI ist ein Ferienhaus oder zwei großzügige Ferienwohnungen in bester Lage inmitten eines Olivenhains. CASA GINESTRA ist ein Ferienhaus mit einzigartigem Panorama für zwei bis vier Personen. CASA NOCI ist ein Haus mit viel Platz für eine Großfamilie oder auch zwei Familien. CASA OLEANDRI is ein kleines Haus für zwei Personen oder eine kleine Familie
Sie können zusätzlich an einem Sprachkurs teilnehmen, die exzellente Küche der Marken genießen, ausgewählte Weine probieren oder aber auch die Häuser als Ausgangspunkt für Wanderungen nehmen. Oder haben Sie Lust auf Radtouren mit dem Mountainbike oder dem Rennrad, auf Reiten, auf Kajak oder Gleitschirmfliegen?
italienische-ferien.de steht für Ferien nach Ihren Wünschen! Weitere Informationen zu den Ferienhäusern erhalten Sie hier.
Quelle: http://www.italienische-ferien.de (Stand: 03.02.2008)
Informationen über Schlittschuhe
Als Schlittschuh (auch Eislaufschuh, franz. Patin, engl. Skate) bezeichnet man an den Füßen angebrachte Vorrichtungen mit Kufen zum Gleiten auf Eisflächen. Die Fortbewegung mit Schlittschuhen wird auch als Schlittschuhlaufen, Schlittschuh fahren oder Eislaufen bezeichnet. Sportarten, die auf unterschiedlichen Schlittschuhformen durchgeführt werden, sind Eiskunstlauf (inkl. Eistanzen), Eishockey und Eisschnelllauf.
Eiskunstlauf: Kunstlauf-Schlittschuhe haben bis zu den Waden hochgeschlossene Schnürstiefel mit ca. 3-4 mm dicken Stahlkufen mit Hohlschliff in Querrichtung und einer leichten Kurvung in Längsrichtung. An der vorderen Spitze befinden sich gezackte Ränder zum Abspringen der Sprünge, Drehen der Pirouetten ohne Kantenwechsel und Ausführen einiger Schritte.
Eishockey: Eishockeyspieler Eishockey-Schlittschuhe haben bis über das Fußgelenk reichende angearbeitete Schnürstiefel aus festem Leder mit zusätzlichem Fersen- bzw. Achillessehnen-Schutz und etwa 5 mm dicke Stahlkufen mit Hohlschliff in Querrichtung und einer leichten Kurvung in Längsrichtung.
Eisschnelllauf Schlittschuhe haben bis unterhalb des Fußgelenks reichende Schnürschuhe aus Ziegenleder. Die langen Stahlkufen, auch „Brotmesser“ genannt, sind etwa 38 bis 45 Zentimeter lang und haben eine Dicke von etwa 1,3 bis 1,5 Millimetern. Die Lauffläche hat einen Planschliff mit einer schwachen Kurvung in Längsrichtung, die ein „Eingraben“ der Kufe in das Eis verhindern soll. Die Spitze ist gerundet, das hintere Ende von oben schräg nach hinten abfallend. Im Gegensatz zum rückseitigen Abstoßen beim Kunstlauf stößt sich der Eishockeyspieler und Eisschnellläufer auf gerader Strecke mit den Beinen schräg nach hinten ab, wobei die Kufe in ganzer Länge mit der Eisfläche in Kontakt bleibt. Obwohl die langen Kufen den Geradeauslauf stabilisieren sollen, führt gerade die damit erzwungene Abstoßtechnik zu einem weit ausgeprägteren Zickzack-Kurs. Dennoch wird damit die größtmögliche Geschwindigkeit auf dem Eis erreicht. Der letzte Entwicklungsstand ist hier der Klappschlittschuh, bei dem die Kufe beim Anheben der Ferse bei gestrecktem Stoßbein hinten abklappt und erst beim endgültigen Abheben wieder zurückgezogen wird. Spitzen-Sportler erreichen auf Schlittschuhen über mehrere Kilometer bzw. etliche Minuten eine Dauergeschwindigkeit von 45 km/h, im Sprint kurzzeitig bis über 60 km/h.
Funktionsweise: Das lange, glatte und harte Kufen auf Eis leicht gleiten, ist eine unbestreitbare praktische Erfahrung. Dass Ski auf Schnee gleiten und dass man mit Straßenschuhen auf Eis ausrutscht ist auch bekannt. Schlittschuhlauf funktioniert zwischen –30 °C und 0 °C und bei -7 °C besonders gut. Eis besitzt bei 0°C eine 70 nm dicke Flüssigkeitsschicht an der Oberfläche, die zu tieferen Temperaturen hin dünner wird. Diese Vermutung wurde erstmals von Faraday geäußert, um das Aneinanderfrieren von zwei Eiswürfeln zu erklären. Im Hamburger Synchrotonstrahlungslabor HASYLAB gelang der experimentelle Nachweis dieser Flüssigkeitsschicht. Durch den Druck des Schlittschuhs, durch die Reibungswärme und durch die Wärme der adiabatischen Kompression wird diese Schicht nochmals geringfügig dicker. Da die Wasserschicht so dünn ist, wird sie von jeder 70 nm Erhebung der Kufe durchbrochen. 70 nm sind sechs mal kleiner als die Wellenlänge sichtbaren Lichts, das heißt für das nackte Auge muss die Kufe Fläche aussehen wie ein krummer Spiegel, also auf keinen Fall rau. Die ständige Fortbewegung wird erreicht durch abwechselndes Abstoßen mit dem Schlittschuh an einem Bein und Gleiten auf dem jeweils anderen Fuß. Anfänger nutzen lange Gleitphasen zwischen dem Abstoßen, um mit beiden Füßen stehen zu können, da das Stehen auf Schlittschuhen ähnlich einfach ist wie auf dem Land zu stehen. Da sich die Schlittschuhe in das Eis schneiden, ermöglichen sie über 45° Schräglage in Kurven und eine Verzögerung beim Bremsen, die nur durch die Standhaftigkeit des Fahrers begrenzt ist.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlittschuh (Stand: 19.11.2008)
Komplementäre Methoden bei Tumorerkrankungen - was ist sinnvoll?
Naturheilkundliche Verfahren, werden auch als komplementäre (ergänzende) Verfahren bezeichnet und im amerikanischen mit CAM abgekürzt (Complementary and Alternative Medicine). Ergänzend meint in diesem Sinne Verfahren in der Diagnostik und Therapie, die nicht Teil der konventionellen (Schul-)Medizin sind, wie z.B. klassische Naturheilverfahren, Akupunktur, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Homöopathie oder verschiedene Entspannungsverfahren.Im Zentrum für naturheilkundliche Forschung gibt es eine Ambulanz sowie eine Tagesklinik. Arbeitsschwerpunkte sind Lebensstilmanagement, Gesundheitsförderung und Prävention, Therapieempfehlungen und Krankheits- bzw. Symptommanagement, insbesondere bei Krebspatienten, sowie klassische Naturheilverfahren, wie Kneipptherapie, Pflanzenheilkunde und Ordnungstherapie als auch die TCM.
Die Erwartungen der Patienten an die Komplementärmedizin sind u.a. eine Immunstimulation, die Heilung der Krebserkrankung, die Behandlung von Nebenwirkungen einer Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung, sowie die Stressreduzierung. Die Erwartungen an die Komplementärmedizin und deren Möglichkeiten sind nicht zwingend identisch. Insbesondere die Hoffnung auf Heilung einer Krebserkrankung nur durch die Naturheilkunde ist bislang noch nicht belegt worden. Es besteht auch die Gefahr, dass eine Diagnose oder konventionelle Therapie verzögert wird, weil der Patient sich nur der Komplementärmedizin zugewandt hat. Auch ist die Komplementärmedizin nicht immer eine „sanfte“ Medizin. Falsch angewandt kann sie, wie jede Therapie, auch Schaden anrichten.
Die Naturheilkunde ist insbesondere geeignet in der Gesundheitsförderung und Prävention, als Ergänzung zur Schulmedizin in der symptomatischen Behandlung und bei der Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten. Zur Naturheilkunde gehören auch Maßnahmen, die jeder Mensch (ob krank oder gesund) anwenden sollte, die unabhängig von Ärzten angewandt werden können (Bewegung, Ernährung, Entspannung, Selbsthilfetechniken und –strategien). Im Folgenden ging Dr. Jack auf diese ein und nannte sie die „Basisinformationen“, die alle Zuhörer mitnehmen sollten, denn sie würden den, oft stiefmütterlich behandelten, wahrscheinlich am stärksten wirksamen, wenn nicht wichtigsten Teil, der Naturheilkunde ausmachen.
Bewegung
Jeder sollte sich täglich 30 - 45 Minuten körperliche betätigen i.S. einer gemäßigten Ausdauerbewegung (z.B. walking, jogging, schwimmen). Als einfache Faustformel für die dabei zu erreichende Pulsfrequenz gilt: 180 minus Lebensalter. U.a. ist die Bewegung das stärkste Mittel um das chronische Müdigkeitssyndrom, auch Fatigue genannt, zu bekämpfen. Außerdem hilft sie das Gewicht zu reduzieren bzw. zu halten und stärkt zusätzlich das Immunsystem.
Entspannungsübungen
Es gibt viele unterschiedliche Entspannungsverfahren wie Qi Gong, Thai Chi, autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Welches Verfahren angewandt wird, liegt an jedem selbst. Die Entspannungsübungen helfen Ängste, Depressionen und Stress besser zu meistern und können dadurch die Lebensqualität steigern. Regelmäßige, möglichst tägliche, Übungen führen dazu, dass man angespannten Momenten sehr gut begegnen kann. Dies lässt sich durch kurze Übungen auch bei der Arbeit oder unterwegs erreichen.
Ernährung
Eine gesunde Ernährung reduziert nachweislich das Krebsrisiko für verschiedene Erkrankungen. Grundsätzlich sollten täglich mindestens 5 Portionen Gemüse und Obst zu sich genommen werden. Diese sollte zur besseren Verträglichkeit gedünstet werden. Die Ernährung sollte fettarm und ballaststoffreich sein, sowie wenig Fleisch enthalten. Insbesondere sind hierunter, die in tierischen Produkten häufig vorkommenden, gesättigten Fettsäuren gemeint. Fisch kann hingegen 2-3 in der Woche gegessen werden, wobei es Fische mit einem hohen Anteil an mehrfach, ungesättigten Fettsäuren, allen voran den Omega-3 Fettsäuren, sein sollten (z.B. Hering, Lachs, Makrelen). Es gibt aber auch Pflanzen, die wichtiger Lieferant für Omega-3 Fettsäuren sein können, wie z.B. Portulak, Feigen, Walnüsse, Leinsamen, Lein- und Rapsöl, Olivenöl. Prinzipiell ist es nicht sinnvoll für erkrankte Personen Radikaldiäten durch zu führen.
Physiotherapie / Massage
Massagen lindern Schmerzen und helfen bei Depressionen und Schlafstörungen.
Thermotherapien
Es gibt zum einen Kälte- und Wärmetherapien. Eine Kältetherapie lindert z.B. postoperative Schmerzen und Schwellungen und hilft entzündliche Prozesse zu hemmen.
Wärme hingegen hilft die Durchblutung zu steigern und den Stoffwechsel anzuregen. Sie gibt dem Körper Wärmeenergie, hilft gegen Kälte und kann Schmerzen und Müdigkeit reduzieren.
Neben den oben genannten Verfahren zur Gesunderhaltung bzw. der Stabilisierung der Gesundheit bei Erkrankung, gibt es Verfahren, die die Kompetenz eines Arztes / Therapeuten erfordert. Dem ausführlichen Gespräch zwischen Patienten und naturheilkundlich tätigen Arzt kommt eine sehr große Bedeutung zu. Die Patienten sind oftmals sehr gut informiert. Aus dem Gespräch wird dann mit Hilfe der aktuellen Studienlage und Erfahrung des Therapeuten eine individuelle Therapie entwickelt. Die Suche nach einem geeigneten Therapeuten ist nicht immer sehr einfach und manchmal fast unmöglich (z.B. ländliche Regionen). Wünschenswert wäre es, wenn Erfahrung mit dem Krankheitsbild und mindestens eine Ausbildung in der/den angewandten, komplementären Therapiemethode/n bestehen. Wichtig ist, dass ein klares Therapieziel definiert wird und erklärt, wie es erreicht werden soll (Stichwort: Transparenz). Es sollte auch überlegt werden, ob eine Kombination von Schul- und Komplementärmedizin möglich ist. Da fast alle naturheilkundlichen Verfahren nicht von den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernommen werden, ist die Angabe der Kosten seitens des Therapeuten unerlässlich.
Abschließend erläuterte Dr. Jack die Angebote, die das Zentrum für Naturheilverfahren anbietet. Es wird ein individuelles Gesundheitsmanagement angeboten, wobei die Vermittlung von sinnvollen Verhaltensweisen zur Stärkung der gesunden Anteile des Organismus (siehe die einzelnen vorgenannten Punkte) im Vordergrund steht. Darüber hinaus werden die Patienten zu verschiedenen Themen der Naturheilkunde informiert und zu einzelnen Verfahren gibt es angeleitete, praktische Übungen. Ferner werden die Patienten über die ärztliche Seite der naturheilkundlichen Behandlung informiert, die nötig sein könnte, und es erfolgt eine Auswertung u.a. durch den Einsatz von Fragebögen.
Neben den oben bereits genannten Punkten Ernährung, Bewegung und Entspannung werden auch die sozialen Kompetenzen des Patienten gestärkt. Da eine chronische Erkrankung auch eine chronische Therapie braucht, werden die Patienten über einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten begleitet und betreut.
Ziel ist es, die Eigenkompetenz des Patienten zu stärken, dessen Lebensstil und Symptome eigenständig zu beeinflussen. Dazu gehört auch die Förderung der eigenen Ressourcen. Bestehende Ängste, Depressionen und Schmerzen sollen gelindert werden und die Stabilisierung des allgemeinen Gesundheitszustandes soll erreicht werden. Alle diese Maßnahmen sollen auch dazu führen, dass die Lebensqualität verbessert wird.
Zusammenfassung
Komplementärmedizinische Verfahren sind in Ergänzung zur Schulmedizin sinnvoll bei bestimmten Beschwerden. Sie können die Lebensqualität erhalten oder verbessern und können möglicherweise zur Verbesserung des Therapieerfolges führen.
Quelle: http://www.hippel-lindau.de/vhl-naturheilverfahren.html